Histamin

Histamin ist ein sehr wichtiges Thema bei MCAS (4,7). Die meisten Betroffenen sind histaminempfindlich, allerdings gilt auch hier: nicht alle. Unempfindlich auf Histamin zu reagieren ist kein Ausschlusskriterium für MCAS.

Histamin ist ein sehr wichtiger Mediator der Mastzelle (8). Als Mastzellmediatoren (kurz Mediatoren) werden die Stoffe bezeichnet, die in den Mastzellen hergestellt und/oder gespeichert werden, und von ihnen freigelassen werden. Histamin kann zur Diagnostik für MCAS genutzt werden (2,3). MCAS kann zusätzlich zu einer Histaminintoleranz  durch Mangel an Diaminoxidase (DAO) oder Histamin-N-Methyltransferase (HNMT)

MCAS kann zusätzlich zu einer Histaminintoleranz existieren, aber auch unabhängig davon.

(6), die Histamin abbauen, existieren, aber auch unabhängig davon. Histamin wird in den Mastzellen gespeichert (2), und ist ein Bestandteil von Unverträglichkeitsreaktionen von Allergien bis hin zu anaphylaktischem Schock (7,9).

 

Es ist nicht möglich, ganz ohne Histamin zu leben. Anders als Laktose oder Gluten ist es kein Stoff, den du komplett vermeiden kannst. Histamin befindet sich nicht nur in bestimmten Nahrungsmitteln, sondern auch in unseren Zellen (8). Bestimmte Reize können dieses Histamin aus den Zellen freisetzen (10). Neben diversen Umweltreizen können auch bestimmte Lebensmittel dies bewirken, die sogenannten Histaminliberatoren, z.B. Bananen, Erdbeeren, Erdnüsse und Zitrusfrüchte.

Neben diesen gibt es auch noch Lebensmittel, die selbst einen hohen Histamingehalt aufweisen. Dies umfasst vor allem gereifte und fermentierte Lebensmittel, wie z.B. alten Käse, Salami, Schinken, Essig, Sauerkraut, Sojasauce und Alkohol. Aber auch einige frische Lebensmittel enthalten Histamin, wie z.B. Avocado, Auberginen und Tomaten (11). Hier gilt oft, dass die Dosis entscheidend ist für die Reaktion.

Nicht zuletzt ist bei Histamin schwierig, dass der Gehalt pro Lebensmittel schwanken kann und in verderblichen Lebensmitteln stark abhängig von Lagerung und Verarbeitung ist. So ist ein ganz frischer Fisch meistens histaminarm, während ein Fisch, der ein paar Stunden ungekühlt gelagert wurde, eine reine Histaminbombe sein kann (12). Das gilt allerdings in relevantem Umfang hauptsächlich für verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte etc. Bei diesen ist die Lagerung sehr wichtig. Das betrifft die gesamte Lieferkette. Wird ein Fisch nach dem Fang sofort eingefroren und weiter tiefgekühlt gehalten, bis er in der heimischen Pfanne ankommt, sind geringe Histaminentwicklungen zu erwarten. Wird der Fisch jedoch nach dem Fang noch lange aufbewahrt, bevor er auf den Markt oder zur Weiterverarbeitung kommt, können sich erhebliche Mengen an Histamin gebildet haben. Durch diese Problematik erklären sich die Schwierigkeiten in der Erstellung von Listen mit histaminhaltigen Lebensmitteln, und damit auch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Histamin-Listen.

Eine sehr gute Liste von Lebensmitteln, die bei einer histaminarmen Ernährung geeignet oder ungeeignet sind, ist die der Schweizer Interessengemeinschaft Histaminintoleranz, SIGHI. Sie haben die SIGHI-Liste zur histaminarmen Ernährung entwickelt. Es gibt auch einige gute Apps, die über den Histamingehalt von Nahrungsmittel Auskunft geben können. Einfach in deinem App-Store nach „Histamin“ suchen!

Histamin beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel, sondern ist auch in zahlreichen Hilfsstoffen vorhanden. Dies ist besonders beim nächsten Punkt wichtig, der Kosmetik und Hautpflege.

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