Fachinformationen für Ärzte und weitere Behandelnde

Das Mastzellaktivierungssyndrom in der medizinischen Praxis

Die angenommene Häufigkeit von etwa 17% in Deutschland (6), mit der das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS), und darüber hinaus Mastzellaktivierung im weiteren Sinne, vorkommt, mag auf den ersten Blick überraschen. Eine so neu entdeckte Erkrankung, und dann so epidemische Ausmaße? Dabei passt die Beobachtung dieser Häufigkeit gut zu den scheinbar stetig ansteigenden Zahlen der Allergien und der Krankheiten, die auf chronischer Entzündung beruhen. 

Ganz simpel gesagt, ist MCAS zunächst eine chronische und/oder episodische Erkrankung mit Symptomen aus dem allergischen und/oder entzündlichen Bereich (1,5). Wobei „simpel“ ansonsten ein Wort ist, was sehr wenig mit den Umständen von MCAS zu tun hat, da es sich dabei um ein äußerst komplexes, individuelles und sehr heterogenes Multisystem- und Multiorgangeschehen handelt (2). Die Geschichte der Patienten nimmt jedoch meist einen typischen Verlauf, sodass Verdachtsfälle schnell erkannt werden können, obwohl die individuelle Symptomatik sich sehr stark unterscheiden kann.

MCAS wird bei vielen Erkrankungen, besonders den Erkrankungen mit einem allergisch und/oder entzündlichen Grundthema, als zugrundeliegender oder exazerbierender Mechanismus vermutet, zumindest in einer Subgruppe der betreffenden Patienten. Dies gilt besonders dann, wenn die diagnostizierte Erkrankung nicht das Vollbild und die Dauer der Beschwerden erklärt, und/oder wenn die Erkrankung auf die üblichen Therapieansätze nicht anspricht. Bei einer vermuteten Prävalenz von bis zu 17% in Deutschland ist es daher für jeden Arzt und jegliches medizinische Personal, hilfreich und wichtig, die Existenz von MCAS im Hinterkopf zu behalten.

Mastzellaktivierung wird bei in vielen allergischen und/oder entzündlichen Erkrankungen als zugrundeliegender Mechanismus vermutet

Dieser Artikel beinhaltet Informationen über MCAS, die speziell für Ärzte und andere Behandelnde aufbereitet wurden. Die Informationen orientieren sich an dem gegenwärtigen Erkenntnisstand in der wissenschaftlichen und fachbezogenen Literatur. Weiterführende Informationen finden sich in den Literaturangaben am Ende des Artikels unter Punkt 14 "Literatur und Quellen". Artikel, die im Volltext frei verfügbar sind, sind dort direkt verlinkt. Dabei sei besonders hingewiesen auf einen deutschen Artikel

aus 2014 (6). Neuere Publikationen zum Thema Diagnostik und Behandlung sind seitdem auf Englisch erschienen. Im Artikel verweisen Zahlen in Klammern, z.B. (1), auf die entsprechende Literaturquellen. Da MCAS ein sehr komplexes Thema ist, erheben die Informationen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. ​

Wichtig: Mastzellenhilfe hat zum Ziel, über MCAS zu informieren. Es kann auf keinen Fall den ärztlichen Rat ersetzen, oder den ärztlichen Kontakt, und strebt dies auch nicht an.

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