MCAS-Beratung: Preise und Struktur ab 2026 – der aktuelle Stand

Nina am Schreibtisch - MCAS-Beratung Mastzellenhilfe

Vielleicht hast du es schon in meinen letzten Posts gelesen: Ab 2026 wird sich meine Beratung verändern – und mit ihr auch die Preise. Ich möchte das von Anfang an offen, ruhig und transparent erklären – und dir die Gelegenheit geben, bis zum 31. Dezember 2025 noch die alten Preise zu nutzen. In diesem Beitrag sammle ich alle Informationen zu der Umstellung, damit du alles an einem Ort findest und nichts verpasst. Dieser Artikel wird nach und nach weiter unten ergänzt, sobald neue Details feststehen. Diese Infos sind schon drin: Was sich abzeichnet (Mitte November) ✅ Weitere Informationen zur Umstellung (Anfang Dezember) ✅ Vorstellung der neuen Struktur (Mitte Dezember) ✅ Ende Dezember: Alle Infos zum konkreten Wechsel am Stichtag 31.12.2025 ✅ Was danach kommt ✅ Was sich abzeichnet (Stand November) Ich habe in den letzten Monaten sehr genau hingeschaut:  Was hilft Menschen mit MCAS wirklich weiter? Welche Strukturen funktionieren? Wo entsteht Überforderung – bei euch und bei mir? Wie kann ich langfristig an MCAS arbeiten, ohne auszubrennen? Diese Erkenntnisse sind ganz wesentlich, denn meine Beratung ist nie im Stillstand. Sie entwickelt sich anhand der Bedürfnisse immer weiter – und aktuell nutze ich einen externen Anlass (soll meinen: dieser passiert nicht freiwillig, aber ich sehe es ein), um in meiner Beratung ab dem neuen Jahr umfangreiche Verbesserungen umzusetzen. Wenn du genau erfahren möchtest, wie und warum sich die Beratung ändert, lies gerne weiter! Wenn du direkt die günstigeren Preise nutzen möchtest (nur noch in 2025!), dann klick einfach auf den Button – der bringt dich direkt zur Terminbuchung. 👉 Deinen Termin kannst du direkt hier buchen: Direkt zur Terminbuchung für die MCAS-Beratung Hier ist der aktuelle Stand (Mitte November): Ob ich will oder nicht – ab 2026 gilt für mich die Umsatzsteuerpflicht Das ist der externe Anlass: Ich werde ab Januar 2026 umsatzsteuerpflichtig. Das betrifft alle Selbständigen, die im Jahr (!) über 25.000 € Umsatz (nicht Gewinn!) haben. Du siehst: 25.000€ Umsatz im ganzen Jahr (das sind einfach nur die Einnahmen – da ist noch nichts von bezahlt, keine Kosten, keine Steuern, keine Versicherungen, kein Lebensunterhalt) ist nicht viel.  Dennoch gilt ab dieser Schwelle (und ich sehe es ja auch leicht zähneknirschend ein): Ab dem 1. Januar 2026 muss ich 19 % Umsatzsteuer abführen. Diese 19% gebe ich direkt weiter an das Finanzamt. Das ist dann einfach so, und da gibt es auch keinen Weg drumherum. Allein dadurch werden meine bisherigen Preise automatisch teurer – ganz gleich, welche Struktur ich wähle. Das ist gesetzlich so vorgegeben. Ich entwickle mein Angebot weiter – basierend auf dem, was wirklich hilft Und diesen Anlass nutze ich auch dafür, die Struktur meiner Beratung nochmal deutlich zu verbessern. Seit dem Relaunch im Frühjahr habe ich sehr genau beobachtet, wie die Beratung in der Praxis funktioniert. Und ich habe viel gelernt. Die wesentlichen Erkenntnisse sind: 45 Minuten sind nie genug, um Jahre bis Jahrzehnte chronisch-multisystemischer Erkrankung aufzurollen, zu erklären, wichtige Fakten dazu auszutauschen, Fragen zu beantworten und die wichtigsten nächsten Schritte zu kommunizieren. Die wirklich wichtigen Dinge brauchen Ruhe und Raum. Der tiefe und vertrauensvolle Austausch ist so wichtig – aber in einem Termin, der voller Inhalt eh schon aus allen Nähten platzt, aus Zeitdruck kaum machbar. Die tiefere Ursachen- und Triggersuche gehört in ein strukturiertes Format – das geht nicht „so nebenbei“. Qualität entsteht durch Vorbereitung und Nachbereitung. Vielleicht überrascht dich das, aber tatsächlich ist das Gespräch der kleinste Teil der Arbeit! Ich habe vorher mindestens eine Stunde (oft deutlich mehr) Vorbereitung, um mich richtig in die individuelle Geschichte einzuarbeiten – und hinterher prüfe ich die Zusammenfassung, ergänze diese mit weiteren Inhalten aus dem Gespräch und sende diese raus. Alles in allem sind das mindestens drei Stunden (ehrlich gesagt: oft deutlich mehr), wovon das Gespräch „nur“ 45 Minuten einnimmt. Ich kann nur eine Beratung am Tag machen, um präzise, präsent und sorgfältig zu bleiben. Das liegt zum einen an dem hohen Zeitbedarf pro Beratung, aber auch daran, dass ich mir im Schnitt 20-50 Seiten Inhalte aus der persönlichen Geschichte und den Befunden merke und diese Inhalte untereinander verknüpfe und in ein sinnvolles Gesamtbild bringe. Ich sage dazu gerne: „Ich mache aus den ganzen Bäumen wieder einen erkennbaren Wald“. Die Geschichten sind alle sehr komplex und in vielen Punkten unterschiedlich – ähneln sich aber in anderen. Insofern möchte ich nicht, dass zwei Geschichten sich in meinem Kopf vermengen, nur weil ich zu viele Beratungen in einen Tag stopfe – und so kommt es, dass ich nur eine am Tag machen kann. Das sind wichtige Erkenntnisse, und die neue Struktur fängt diese auf und wird klarer, nachhaltiger und wirksamer – für dich und für mich. Die neue Struktur steht schon so zu 90% – ist aber noch nicht ganz final geplant. Details dazu füge ich in den nächsten Wochen hier hinzu. So begleite ich dich in der MCAS-Beratung Wenn du jetzt wissen möchtest, wie so eine Beratung abläuft, dann schau hier: https://www.mastzellenhilfe.de/so-begleite-ich-dich-in-der-mcas-beratung/ Inhaltlich bleibt mein Ansatz derselbe: wissenschaftlich, individuell, klar strukturiert. Ich bin weiterhin ich, und ich mache weiterhin das, was ich mache: Dir mein ganzes Wissen und eine für dich persönlich angepasste Struktur zu deinem Weg mit MCAS geben. Alles ist genau auf dich zugeschnitten – bei mir gibt es kein Schema F. Was sich in Zukunft ändert, ist nur die organisatorische Struktur rund um dieses Wissen und diesen Austausch. Die Veränderung betrifft die Rahmenbedingungen – nicht das Fachwissen oder die Art, mit der ich Informationen zusammenführe und verständlich mache. Veränderungen gehören zu meiner Arbeit – und sind ein Zeichen von Qualität Wünschte ich mir, ich hätte schon das perfekte Format für meine Arbeit, dass allen in meiner Beratung den Raum gibt und ihnen in aller Ruhe wirklich weiterhilft? Ja, natürlich. Aber ich weiß auch: MCAS-Beratung in dieser Form ist absolute Pionierarbeit. Es gibt kein fertiges Modell, dem ich folgen könnte. Es gibt keine Manuale und keine Handlungsanleitungen (wie bei anderen Erkrankungen), bei denen ich mit dir einfach nur die vorgegebenen Schritte durchgehe. Die Wahrheit ist: Die Wege entstehen dadurch, dass ich sie gehe. Und die Handlungsanleitungen

Der MCAS-Wegweiser ist da!

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Der MCAS-Wegweiser ist ein Leitfaden für alle Menschen mit MCAS und enthält auf 138 DIN A4 Seiten (entspricht 276 Buchseiten): Das Buch gibt dir Klarheit und Struktur auf deinem Weg mit MCAS und motiviert dich, deine Erkrankung in allen Aspekten anzugehen. Neugierig? Der Link bringt dich direkt zum E-Book! Direkt zum MCAS-Wegweiser   Wenn du mehr über den MCAS-Wegweiser wissen willst, dann lies einfach weiter! Du hast die Möglichkeit, dir eine kostenlose Leseprobe zu gönnen. Diese findest du direkt unter diesem Abschnitt. In der Leseprobe entdeckst du auch das Inhaltsverzeichnis, welches dir einen Überblick über die Themen im E-Book gibt. Viel Spaß beim Erkunden! 😀 LESEPROBE Der MCAS-Wegweiser Dr. Nina Kreddig Mastzellenhilfe   Aber ich kann dir auch einfach mehr vom MCAS-Wegweiser erzählen! Was dich erwartet: Dieses Buch ist für alle Menschen mit MCAS oder dem Verdacht auf MCAS gedacht. Es ist weder speziell an MCAS-Neulinge noch an Experten gerichtet, sondern bietet neue Erkenntnisse, Aha-Effekte und aktuelle Perspektiven für alle Betroffenen.   Dein Wegweiser im MCAS-Dschungel   Aus Wissen entsteht Fortschritt! Mein Ziel ist es, dir Hoffnung zu geben und dir konkrete Strategien bereitzustellen, die dir helfen, effektiver mit MCAS umzugehen. Das Buch soll dabei dein Wegweiser sein.   Hintergründe zur Entstehung Wie ist der MCAS-Wegweiser entstanden? Wie du weißt, beschäftige ich mich bereits seit vielen Jahren mit den Mastzellen, der Mastzellaktivierung und MCAS, sowohl beruflich als Wissenschaftlerin als auch persönlich als Betroffene. Vor 5 Jahren habe ich Mastzellenhilfe gegründet und biete seitdem Beratung für Menschen mit MCAS an. In meiner Beratung geht es meistens um sehr individuelle Fragen, die natürlich nicht Teil des Buches sind. Es ist jedoch so, dass auch einige generelle Fragen häufig vorkommen bzw. dass es hier oft die Notwendigkeit gibt, die wichtigen Hintergründe zu erklären – damit die Antworten auf die individuellen Fragen auf einem soliden Fundament stehen. Mit anderen Worten: Die Erläuterungen zu den generellen Fragen und den wichtigen Grundlagen sind mit der Zeit so umfassend geworden, dass sie den Umfang eines eigenen Buches erreicht haben. Auf Social Media habe ich dann gefragt, ob Interesse an einem solchen Buch besteht, und die Antwort war ganz klar: JA! (Eigentlich sogar „JAAA!!!„, wofür 70% in einer Umfrage gestimmt haben… „Ja“, lag mit 26% abgeschlagen auf Platz 2 😄) Also habe ich mich an die Arbeit gemacht, und das Ergebnis kannst du noch heute runterladen und mit dem Lesen loslegen! Übrigens kannst du das Buch auch ganz easy verschenken! Du kannst im Bestellprozess einfach eine andere E-Mail-Adresse angeben. An diese wird dann der Link zum Download des E-Books geschickt und der oder die Beschenkte kann es sofort herunterladen!   Hier nochmal der Link direkt zum Wegweiser: Bring mich zum MCAS-Wegweiser!   Fragen zum E-Book? Schreib mir einfach eine E-Mail an info@mastzellenhilfe.de! 🙂

Es ist soweit: Das Fachnetz MCAS ist da!

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Heute freue ich mich sehr, ein wichtiges Projekt enthüllen zu können: Das️ Fachnetz MCAS! Wie der Name bereits andeutet, ist es ein Netzwerk für Ärzte und Ärztinnen sowie für alle anderen Berufsgruppen, die mit MCAS arbeiten. Das Fachnetz MCAS existiert bereits seit Anfang 2022, aber wir wollten uns am Anfang Zeit nehmen, bevor wir das Netzwerk einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen. Aber jetzt ist es soweit, und du kannst deinen Arzt, deine Ärztin, deinen Physiotherapeuten, deine Psychologin oder Wissenschaftlerinnen in der Arbeit mit MCAS auf das Netzwerk aufmerksam machen! Für alle fachlich Interessierten haben wir eine Mailingliste eingerichtet, in die sie sich eintragen können, um am Netzwerk teilzunehmen und/oder alle wichtigen Neuigkeiten dazu zu erfahren. Auf der Seite befinden sich auch weitere Informationen zu den Zielen des Netzwerks. Diesen Link kannst du gerne an deine Ärztin, deinen Arzt etc. weitergeben: www.mastzellenhilfe.de/fachnetz-mcas Aber nun erst einmal zurück auf Anfang: Was genau ist das Fachnetz MCAS, und welche Ziele verfolgen wir?     Das Fachnetz MCAS ist ein Kooperationsprojekt von Mastzellenhilfe und dem MCAS Hope e.V.. Es richtet sich an alle Fachgruppen, die sich beruflich mit MCAS beschäftigen. Das sind insbesondere Ärzte und Ärztinnen, aber auch einige andere Berufe in Behandlung und Forschung. Unser Angebot richtet sich sowohl an Expertinnen im Thema MCAS, als auch an Neulinge, die sich in das Thema einarbeiten möchten (und an alle dazwischen). Das Fachnetz MCAS versteht sich als Forum zum Austausch für diese Berufsgruppen, die Menschen mit MCAS behandeln oder daran interessiert sind. Das Hauptziel ist es, Ärztinnen, Ärzte und weitere Heilberufe in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit MCAS zu unterstützen und die Infrastruktur für MCAS zu verbessern. Die Herausforderungen in der Arbeit mit MCAS sind uns nur zu bekannt, und wir möchten dazu beitragen, mehr Durchblick und Einheitlichkeit zu schaffen. Wir stehen hier am Anfang einer langen Entwicklung und haben bereits richtig tolle Projekte am Start! Wir haben uns als langfristige Ziele gesetzt, Behandelnde in der Praxis zu unterstützen, Wissenspakete, Vorträge und Workshops anzubieten, wichtige Informationen zu Diagnostik und Behandlung sowie neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeitnah und unkompliziert zu vermitteln und hilfreiche interdisziplinäre Kontakte und Adressen niederschwellig auszutauschen. Eine interne Adressenliste hilft beispielsweise dabei, fachliche Kolleg:innen zu finden, die sich mit MCAS auskennen – beispielsweise zum Austausch über spezielle Themen oder für Überweisungen an eine Fachpraxis. Übrigens: Falls die betreffende Praxis dem zustimmt, kommt die Adresse auch in die öffentlich zugängliche Liste der Anlaufstellen für MCAS auf Mastzellenhilfe!     Das Fachnetz MCAS wird von mir gemeinsam Kathrin Tausendfreund und Samira Demoulin vom MCAS Hope e.V. organisiert. Mich kennt ihr ja, mein Name ist Dr. Nina Kreddig und ich bin Wissenschaftlerin, Medizinpsychologin, Gründerin von Mastzellenhilfe sowie Gründungsmitglied des MCAS Hope e.V., und ich widme mich der Erforschung von MCAS. Kathrin Tausendfreund ist Psychologin und ebenfalls Mitglied des Fachnetzes sowie Vorstandsmitglied des MCAS Hope e.V. Samira Demoulin ist die erste Vorsitzende des MCAS Hope e.V. Bitte habe Verständnis dafür, dass dieses Netzwerk rein dem professionellen Austausch über MCAS dient und nicht für Patient:innen geeignet ist. Falls du allerdings beruflich mit MCAS arbeitest oder dies planst, freuen wir uns natürlich, wenn du Lust hast, dabei zu sein! Melde dich bei weiteren Fragen gerne unter arztinfo@mcas-hope.de. Weiteren Informationen sowie den Zugang zur Mailingliste (nur für Fachpersonal!) findest du auch auf Mastzellenhilfe unter dem Reiter „Fachnetz MCAS“ im Menü. Diesen dazugehörigen Link kannst du gerne an deine Ärztinnen und Ärzte oder weitere passende Berufsgruppen weitergeben: www.mastzellenhilfe.de/fachnetz-mcas Wir freuen uns auf reges Interesse!

Warum der Kanarienvogel das Logo von Mastzellenhilfe ist und was wir alle damit zu tun haben

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Wir sind alle Kanarienvögel. Glaubst du nicht? Dann lies weiter… Lange bevor Mastzellenhilfe im Internet aufrufbar war, existierte die Idee in meinem Kopf. Es gibt so wenige Ressourcen auf Deutsch, dachte ich, und so viele auf Englisch und in Form wissenschaftlicher Studien. Das muss sich ändern! Als Wissenschaftlerin und Betroffene sah mich in der Position, meinen Teil dazu beizutragen und sowohl aus dem Englischen als auch aus dem Wissenschaftlichen zu übersetzen. Eine der wichtigeren Fragen bei der Gestaltung von Mastzellenhilfe war die Suche nach einem passenden Logo. Ich wusste gleich, was das Logo ausdrücken sollte, fand es aber zunächst schwierig, abstrakte Konzepte wie „Einschränkungen“, „Besserung“ und „Freiheit“, die den Alltag mit MCAS bestimmen, in ein konkretes Bild zu fassen. Ich schaute mir hunderte Logos aus allen möglichen Quellen an, und bei einem Logo mit einem Vogel (es war ein Rabe) klickte es: Der Kanarienvogel! Es ist nicht ganz leicht, abstrakte Konzepte wie „Einschränkung“, „Besserung“ und „Freiheit“, die den Alltag mit MCAS bestimmen, in ein konkretes Bild zu fassen. Nun: Warum der Kanarienvogel? Von guten Freunden, die Mastzellenhilfe vor der Veröffentlichung „testgefahren“ sind, habe ich diese Frage mehrfach bekommen. „Hat das Logo etwas mit Mastzellenhilfe zu tun?“ Ja, natürlich! Und ich denke, Betroffene von Mastzellerkrankungen wissen meistens auch schon, was das ist. Zur Erklärung gehört ein Blick in die Geschichte: Früher wurden Kanarienvögel im Bergbau eingesetzt. Klingt erstmal komisch. Offensichtlich sind Kanarienvögel eher schlecht darin, Kohle etc. abzubauen! Aber eins können sie besser als die Bergleute: in Ohnmacht fallen. Da das Atemwegssystem bei Vögeln anders funktioniert als bei Menschen, sorgt Sauerstoffmangel sehr viel schneller für einen Verlust des Bewusstseins. Und das war bei den Bergleuten gefürchtet: Unter Tage gab es früher durchaus Probleme mit der Frischluftzufuhr, und besonders gefährlich war das geruchlose Kohlenmonoxid. Je nach Luftkonzentration und Expositionsdauer kann Kohlenmonoxid zu Vergiftungssymptomen, Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Um Kohlenmonoxid in der Luft rechtzeitig zu bemerken, nahmen die Bergleute also die empfindlicheren Kanarienvögel mit in die Mine. Hörte der Vogel auf zu singen, oder kippte er sogar von der Stange, war klar: Alarmstufe Rot! Der Kanarienvogel war nicht das einzige Warntier unter Tage, auch Mäuse und Tauben wurden für diesen Zweck genutzt. Kanarienvögel zeigten sich allerdings als besonders sensible Anzeiger für eine ungesunde Situation für die Bergleute. Im Englischen hat sich „canary in the coal mine“ sogar zu einem Ausdruck für jemanden durchgesetzt, dessen Sensitivität ihn zu einem hilfreichen Indikator für gesundheitsschädliche Situationen macht – eine Art Frühwarnsystem. Kippte der Vogel von der Stange, war für die Bergleute klar: Alarmstufe Rot in der Mine! Die Parallele zu Menschen mit Mastzellerkrankungen wird deutlich: Auch wir reagieren häufig viel früher als gesunde Menschen auf Stoffe aus der Umwelt. Diese Stoffe sind oft für niemanden so richtig gesund, aber wir (im Speziellen unsere Mastzellen) bemerken die Exposition, wenn die anderen noch völlig ahnungslos sind. Das ist für uns oft unerfreulich, aber wie ein Arzt mir mal vor Jahren sagte: „Lieber nach einem Tag in der Mine mit tränenden Augen und laufender Nase raus, als 20 Jahre problemlos unter Tage sein und dann eine Staublunge haben!“ Was soll ich sagen – da ist was dran. (Zumindest im Prinzip – ich verstehe auch, dass die Einschränkung manchmal so groß und die Mastzellaktivität so überbordend sein kann, dass das nur ein sehr schwacher Trost ist.) So sind wir Mastzellpatienten, salopp gesagt, auch alle „Kanarienvögel“. Unsere Sensitivität bietet uns Anhaltspunkte für eine schädliche Umgebung. Das kann nützlich sein, aber auch einschränkend, gerade in unserer heutigen Welt voller ungesunder oder bestenfalls „semi-gesunder“ Situationen. Sich dessen bewusst zu sein, und sich darauf einzurichten, gehört zu unserem Alltag. Aber das soll unser Leben nicht zu sehr beschränken! Ja, wir haben einen Käfig, der aus unserer Krankheit besteht. Diesen Käfig werden wir nach aktuellem Wissensstand auch so bald nicht los, denn MCAS ist aktuell nicht heilbar. Zum Glück ist es behandelbar, und ich bin durchaus optimistisch, was Erkenntnisse und pharmakologische Entwicklungen in der Zukunft angeht. Bis dahin gilt (ganz wichtig!): Auch wenn der Käfig ganz klar da ist, wir können ihn verlassen! Die Tür steht offen! Wir können raus, können fliegen. Es ist mir sehr wichtig, nicht die Einschränkung abzubilden, sondern vor allem die Hoffnung und die Freiheit. Diese Hoffnung und Freiheit wünsche ich jedem Mastzellbetroffenen, und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass dies zur Realität wird. Dabei sieht Freiheit für jeden von uns anders aus. So viele Betroffene mit Mastzellerkrankungen wünschen sich, wieder ein normales Leben führen zu können. Da die meisten Betroffenen milde Fälle sind, gelingt dies mit kleinen Einschränkungen auch zumeist. Dennoch gibt es auch die schweren Fälle, die Menschen, die sehr stark eingeschränkt werden, die seit Jahren von wenigen Lebensmitteln leben, die Schwierigkeiten haben, ihr Haus zu verlassen oder einer Arbeit nachzugehen. Es versteht sich von selbst, dass die Lebensentwürfe sich hier unterscheiden. Dabei bleibt der Traum von Freiheit und Unbeschwertheit gleich. Ich wünsche jedem Mastzellpatienten Hoffnung und Freiheit, und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass dies zur Realität wird. Ich versuche, mit den Informationen, die ich auf Mastzellenhilfe gebe, mitzuhelfen, diese Hoffnung aufrechtzuerhalten, und Tipps zu geben, wie Betroffene von Mastzellerkrankungen wieder mehr Freiheit erlangen können. Daher war und ist es mir besonders wichtig, diesen Aspekt zu repräsentieren. Daher (ganz wichtig!) sitzt der Vogel nicht im Käfig, sondern auf ihm. Er könnte auch eine Runde fliegen. Die Tür des Käfigs ist offen. Der Käfig ist da, aber der Vogel ist trotzdem selbstbestimmt. Nicht zuletzt liegt mir auch aus persönlichen Gründen die Geschichte mit dem Kanarienvogel im Bergbau am Herzen: Mein Vater war Bergmann, und Mastzellenhilfe „wohnt“ im Ruhrgebiet! Seitdem ich mich für das Logo entschieden habe, habe ich die Idee schon übrigens mehrfach wieder gehört, z.B. bei Mastzellkongressen. Ich finde, das passt! Der allererste Schnellentwurf des Logos sah übrigens so aus, mit dem Kugelschreiber in ein Notizbuch gekritzelt: Und hier siehst du (nochmal) das fertige Ergebnis, im Direktvergleich: Und so ist die Mastzellenhilfe zu ihrem Logo gekommen! Übrigens: Die Kanarienvögel erwachten in der Regel unbeschadet wieder aus ihrer Ohnmacht. Es gab sogar extra für

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