Test: Welche Maske ist die Beste?

Aktualisiert: 20. März


Test FFP2 FFP3 Masken Welche Maske ist die Beste ©Dr. Nina Kreddig


Masken begleiten uns alle seit zwei Jahren im Alltag, dabei waren sie vor der Corona-Pandemie ein sehr seltener Anblick im allgemeinen Straßenbild. Während ich hoffe, dass wir die Masken als zwingende Maßnahme bald wieder loswerden, bin ich froh darüber, dass sie als Option sicherlich bleiben werden. Da habe ich leider entsprechende Erfahrungen gemacht: In der dicken Grippewelle 2018 habe ich mir auf dem Weg in den Urlaub am Flughafen eine Infektion eingefangen und dann den ganzen Urlaub sowie anschließend drei Wochen zu Hause krank im Bett verbracht. Lungenentzündung, Bronchitis, über 39°C Fieber. Von den Kanaren nix gesehen. Und so ist es uns allen ja schon zigfach passiert: Man steckt sich in Risikosituationen einfach mal unbemerkt quasi im Vorübergehen an. Das ist durchaus auch ein normaler Teil des Lebens, aber wenn man es gerade gar nicht gebrauchen kann (z.B. auf dem Weg in den Urlaub, aber auch vor Prüfungen oder vor Krankenhausaufenthalten, Operationen etc. ...), gibt es mit einer Maske nun eine weitere, sehr gute Chance, sich einfach nicht zu infizieren! Dabei steht es jeder/m frei, diese Option zu nutzen, oder auch nicht. Und das, finde ich, kann man nur begrüßen. Daher möchte ich dir heute eine Auswahl an Masken vorstellen und meine Erfahrungen mit Masken mit dir teilen!


Ich habe eine Auswahl an Masken ausführlich getestet, mit Fokus auf wiederverwendbare Masken. In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  • Gute Gründe für das Tragen einer Maske

  • Vorteile von wiederverwendbaren Masken

  • Wichtige Punkte bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Maskenart

  • Meine persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Maskenmodellen

  • Hinweise zur Passform mit Tragebildern und meinen Gesichtsmaßen. Die Passform ist besonders wichtig, und das hilft dir dabei, deine richtige Größe herauszufinden

  • Eine Übersicht über alle Masken als .pdf zum Herunterladen

  • Praktische Tipps

  • Mein persönliches Fazit


Mach es dir gemütlich, das wird lang 🙂


Übrigens: Die weiterführenden Links zu den verschiedenen Masken sowie viele der Shops sind primär auf Englisch. Bei der Übersetzung hilft im Zweifelsfall Deepl.





Gute Gründe, eine Maske zu tragen


Das Tragen einer Maske kann aus vielen Gründen sinnvoll sein, und nicht nur jetzt in der Pandemie, sondern auch in anderen Situationen. Masken schützen die Atemwege vor allen möglichen Risiken und Verschmutzungen, angefangen aktuell bei dem in der Pandemie wichtigen Schutz vor Viren, aber darüber hinaus auch beim Schutz vor Bakterien, Luftverschmutzung inklusive Feinstaub, Pollen, Baustaub, Schimmelsporen, etc. Diese Leistungen bringen alle Masken mit FFP2- oder FFP3-Standard (94 bzw. 99% Filtrierung).


Generell zum Schutz vor Erkrankungen

Masken helfen bei durch die Luft übertragbaren Erkrankungen, sowohl durch Viren als auch durch Bakterien. Masken filtern diese heraus, sodass sie nicht oder nur zu einem sehr kleinen Teil überhaupt eingeatmet werden. Daher sind Masken auch jetzt in der Corona-Pandemie ein so wichtiges Mittel zur Vermeidung einer Infektion mit SARS-CoV-2, und so lange die Pandemie anhält, werden sie es auch bleiben. Ähnlich wie es in Asien schon seit Jahren üblich ist, können sie aber auch darüber hinaus nützlich sein. Es kann sich z.B. anbieten, auch in Zukunft in bestimmten Situationen und/oder Jahreszeiten eine Maske zu tragen, beispielsweise im Winter in Menschenmengen, auf Reisen oder im ÖPNV, oder wenn man trotz Erkältung sich unter Menschen begeben muss (z.B. ins Büro) oder jemanden besuchen möchte, der krank ist, und sich möglichst nicht anstecken möchte. Besonders für Menschen mit einer erhöhten Infektanfälligkeit oder mit besonders vulnerablen Personen im Haushalt kann das sehr sinnvoll sein. Eine im November veröffentlichte Studie zeigt, dass das Tragen einer Maske die Inzidenz von COVID-19 reduzieren kann. Allerdings kommen in Umgebungen mit sehr hoher Viruskonzentration auch Masken an ihre Grenzen. Daraus folgt, dass Masken sehr hilfreich in der Vermeidung von einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 sind, aber leider keine Allheilmittel - sie müssen zum bestmöglichen Infektionsschutz weiterhin mit anderen Maßnahmen kombiniert werden.


Zum Schutz vor Allergenen und anderen Stoffen, die die Atemwege belasten

Für einige Menschen mit MCAS oder mit sensiblen Atemwegen waren Masken auch vor Corona schon hilfreiche Begleiter. Sie helfen nicht nur gegen über die Luft übertragbare Erkrankungen, sondern auch gegen allerhand andere Stoffe, die sich in der Luft befinden. Mögliche Einsatzgebiete finden sich also überall, wo z.B. schlechte Luftqualität oder Allergien auf Pollen oder Duftstoffe das Leben sonst schwer machen. Insofern können Menschen mit MCAS (und auch Menschen mit Asthma oder Inhalationsallergien) auch unabhängig von der Pandemie von Masken profitieren.


Zum Schutz vor verschmutzter Luft

Die Luftverschmutzung ist weltweit ein großes Problem. In Deutschland ist die Luft laut dem Umweltbundesamt "...besser geworden. Doch noch nicht gut genug, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit auszuschließen". Es gibt viele Webseiten, auf denen du dir die aktuelle Luftqualität in der Nähe deines Wohnortes anschauen kannst: die Luftdaten des Umweltbundesamtes, IQAir oder Air Quality Index. In Deutschland geht es besonders um Stickoxid und Feinstaub, und das kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben und ist im Allgemeinen, aber besonders in Städten, gefährlich.



Das sind natürlich alles Gründe, die wir lieber gar nicht erst hätten. Viel lieber würde jeder frische, gesunde Luft atmen, ohne die situative Notwendigkeit einer Maske. Ich bin ganz vorne mit dabei, dass wir dafür sorgen, dass unsere Umwelt wieder so wird! Aber im Moment beinhaltet das Leben, welches wir leben, leider diese Hürden. Und nicht alle Einsatzbereiche für Masken sind allgemein ungesund - zumindest Pollen sind ja ein sehr wichtiger Teil einer intakten Natur, Allergie hin oder her. Machen wir also (wie so oft) das Beste daraus!





Vorteile von wiederverwendbaren Masken


Das Wichtigste an einer Maske ist eine hohe Filterleistung. Alle Masken in diesem Test erfüllen mindestens die Standards von FFP2, einige sogar mehr als das! Wiederverwendbare Masken sind also sehr viel sicherer als einfache Stoffmasken oder auch OP-Masken/Mund-Nasen-Schutz, und nicht mit ihnen zu vergleichen. Und darüber hinaus haben sie noch zusätzliche Vorteile, sie sind...

  • hautfreundlich: Wiederverwendbare Masken sind waschbar und können damit von allerlei Stoffen befreit werden, die im Produktionsprozess auftreten. Falls das für dich ein wichtiger Gesichtspunkt ist, achte am besten darauf, dass der in der Regel nicht waschbare Wechselfilter nicht auf der Gesichtshaut aufliegt. Bei Re-Mask, Livinguard, Cambridge Mask und Vogmask befindet sich eine weitere Schicht zwischen Filter und Haut, bei Airinum und den Einwegmasken 3M Aura und Medisana liegt der Filter direkt auf der Haut.

  • umweltfreundlich: Neu in unserem Straßenbild sind zahlreiche weggeworfene Einmalmasken. Laut Cambridge Masks werden jede Minute (!) 3 Millionen (!!) Einwegmasken weggeworfen. Hier kann also viel Müll eingespart werden.

  • schöner und individueller: Während Einmalmasken meistens in hellblau oder weiß daherkommen, sind wiederverwendbare Masken in vielen verschiedenen Farben und Designs zu haben und können daher ganz dem persönlichen Geschmack angepasst werden.

  • in verschiedenen Größen erhältlich, oft verstellbar: Einmalmasken gibt es in der Regel nur in Einheitsgrößen. Wer ein besonders kleines oder besonders großes Gesicht hat, muss sich daher oft mit Tricks behelfen. Wiederverwendbare Masken kommen in vielen verschiedenen Größen und Passformen, und können bei einigen Modellen (Airinum Urban Air Mask 2.0) und Herstellern (Livinguard, Cambridge Masks) zusätzlich an das Gesicht angepasst werden.

  • in Kindergrößen erhältlich: Alle hier getesteten Hersteller bieten auch Masken für Kinder an. Teilweise sind dies einzeln angebotene Masken, teilweise sind dies einfach die kleinsten Größen der regulären Masken. Nach Stiftung Warentest (Stand 10. Dezember 2021) gibt es wenig wirklich empfehlenswerte FFP2-Einmalmasken für Kinder. Hier könnten wiederverwendbare Masken eine Alternative sein.

  • langfristig günstiger: Wiederverwendbare Masken haben anfangs höhere Anschaffungskosten, die sich in der Regel allerdings langfristig als günstiger herausstellen, da keine entsprechende Menge an Einmalmasken gekauft werden muss. Der Wechselrhythmus hängt natürlich von der Nutzung ab. Aber dann gilt ja auch: Je intensiver die Nutzung, also je häufiger die Maske gewechselt werden muss, desto höher wäre ja auch der Verbrauch an Einmalmasken.

  • leistungsfähiger: Die hier getesteten wiederverwendbaren Masken sind deutlich leistungsfähiger im Selbstschutz als ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) und zeigen oft leicht bessere Filtereffizienzen als FFP2-Masken (nach Herstellerangaben aus unabhängigen Tests).





Wichtige Punkte beim Kauf einer Maske


Ventil: ja oder nein?

Einige Masken gibt es als Varianten mit oder ohne Ventil. Ein Ventil sorgt in der Regel dafür, dass das Ausatmen etwas leichter fällt, da die Atemluft weniger oder gar nicht gefiltert (je nach Modell und Hersteller) die Maske verlassen kann. Das macht Sinn bei dem Einsatz von Masken bei schlechter Luftqualität oder zum Schutz vor Allergenen, ist aber nicht sinnvoll in einer Pandemie mit einem über die Luft übertragenen Virus, wenn man auch andere vor dem eigenen möglicherweise infektiösen Atem schützen möchte.


Daher geben die meisten Hersteller entweder die Option, die Maske direkt ohne Ventil zu kaufen, oder legen bei Masken mit Ventil sogenannte "Stopper" bei, die die Ventile luftdicht schließen. Das sind bei Airinum Plastikteile zum Aufclipsen und bei Cambridge Masks Aufkleber (ein großer Aufkleber zum Luftstopp für innen und ein "valve deactivated"-Aufkleber für außen). Sind die Ventile geschlossen, dann entweicht der Atem nicht mehr ungefiltert, sondern geht genauso wie die eingeatmete Luft durch den Filter.


Das funktioniert technisch auch sehr gut, hat aber bei einigen Herstellern das Problem, dass von außen nicht erkennbar ist, dass die Maske die Atemluft eben nicht ungefiltert durchlässt. Bei Airinum zeigen die Ventilstopper recht deutlich an, dass die Ventile geschlossen sind, bei Cambridge Masks ist das hingegen schwer zu prüfen. Innerhalb einer Pandemie kann man daher in Erklärungsnot kommen. Mir ist das in den letzten zwei Jahren noch nicht passiert, aber ich finde es wichtig, auf diese Möglichkeit hinzuweisen.



Filtereffizienz

Die hier getesteten Masken weisen alle eine Filtereffizienz zwischen 95 und 99% auf, damit entsprechen sie der Klasse FFP2 und FFP3. FFP steht für "filtering face piece", also einen Filter für das Gesicht. Die Klasse FFP2 muss mindestens 94% der Testaerosole filtern, die Klasse FFP3 sogar 99%. Der US-Standard N95 und der chinesische Standard KN95 entsprechen ungefähr FFP2, N99 und N100 sowie KN100 ungefähr FFP3.


Adleraugen haben vielleicht entdeckt, dass die Filtereffizienz vieler Masken für Partikel der Größe 0,3µm (PM0.3) angegeben wird, das Coronavirus (allein, nicht in einem Tröpfchen) aber nur 0,12–0,16µm groß ist. Das klingt erst problematisch, ist es aber nicht. Es sind nämlich die Partikel mit einer Größe um 0,3µm, die am schwersten zu filtern sind, und deshalb wird die Filterleistung mit ihnen gemessen. Sowohl größere als auch kleinere Partikel sind leichter zu filtern. Das liegt an der Interaktion von diesen Partikeln mit ihrer Umgebung und kann unter dem Stichwort "Brownsche Bewegung" nachgelesen werden. Hier wird das (leider auf Englisch) sehr gut speziell für Masken erklärt. Pollen sind dagegen etwa 8-250µm groß, Feinstaub bewegt sich im Bereich von PM10 (10µm) und PM2.5 (2,5µm) und im ultrafeinen Bereich um 0,1µm. Dabei können die kleinsten Partikel besonders weit in die Lunge vordringen.



Wechselfilter: ja oder nein?

Das kommt größtenteils auf den Geschmack und auf das Einsatzgebiet an. Bei Masken mit eingebautem Filter (z.B. Vogmask, Livinguard, Cambridge Mask) kann die gesamte Maske nur vorsichtig per Handwäsche gewaschen werden, um den innenliegenden Filter nicht zu beschädigen. Wenn es Zeit wird für einen Wechsel des Filters, muss dann auch die ganze Maske gewechselt werden, da der Filter ein integraler Bestandteil der Maske ist. Bei Masken mit einem integrierten Filter liegt dieser in der Regel nicht direkt auf der Haut auf, sondern ist durch eine weitere Stoffschicht von ihr getrennt.


Bei Masken mit einem Wechselfilter kann der innenliegende Filter separat von der äußeren Maske gewechselt werden. Das bedeutet oft, dass die äußere Maske (dann ohne den Filter) auch mit weniger vorsichtigen Maßnahmen gereinigt werden kann. Der Filter darf allerdings nicht gewaschen werden. Bei einigen Modellen mit wechselbarem Filter liegt der Filter direkt auf der Haut auf (z.B. Airinum), während sich bei anderen Herstellern (z.B. Re-Mask) noch eine Stofflage zwischen Filter und Haut befindet. Für Menschen, die nur ungern ungewaschene Stoffe an ihre Gesichtshaut bringen, kann das wichtig sein.


Im täglichen Umgang mit Masken mit oder ohne Wechselfilter ist meine Erfahrung, dass Masken mit eingebautem Filter etwas einfacher zu händeln sind. Das gilt vor allem dann, wenn man die Maske aus ihrer Tasche holt, in der sie in der Regel zusammengefaltet aufbewahrt wird. Masken mit eingebautem Filter bestehen nur aus einem Teil und lassen sich daher einfach auffalten: einfach an den Ohrschlaufen ziehen. Masken mit Wechselfilter bestehen aus zwei Teilen, daher muss man beim Öffnen der Maske nicht nur die Außenhülle, sondern auch den Filter berücksichtigen. Zieht man eine solche Maske an den Ohrschlaufen auf, kann der Filter verrutschen und muss dann wieder in Position gebracht werden. Das ist keine große Sache, ist mir aber beim Benutzen von Masken aufgefallen.


Unabhängig davon, ob der Filter einer Maske gewechselt werden kann oder nicht, gilt: Das Waschen einer Maske verlängert leider nicht die Lebensdauer des Filters.



Vergleich zum Mund-Nasen-Schutz, auch bekannt als OP-Maske

Im Alltag bei uns in Deutschland immer noch sehr beliebt ist der medizinische Mund-Nasen-Schutz, kurz MNS. Obwohl dieser deutlich besser ist als nichts, und immer noch besser als reine Stoffmasken, bietet er leider einen entscheidend geringeren Selbstschutz und Fremdschutz als eine Maske, die dem FFP2- oder FFP3-Standard entspricht. Der MNS kann Tröpfchen aufhalten, hilft jedoch nur gering gegen Aerosole und Kleinstpartikel. Gerade diese sind aber sowohl hinsichtlich COVID als auch bei der Luftverschmutzung von großer Wichtigkeit. Wenn du noch MNS trägst, weil FFP2-Masken für dich einfach ungemütlich sind, findest du ja vielleicht hier in diesem Review eine passende und vor allem sicherere Alternative!



Passform

Wie bei allen Masken ist auch bei wiederverwendbaren Masken die Passform der wichtigste Faktor für einen guten Schutz. Insofern ist es hier besonders wichtig, dass du die richtige Größe kaufst. Die Hersteller bieten dafür Größenhinweise (Size Guides) an. Zudem habe ich von jeder Maske, die ich besitze, Tragebilder gemacht und stelle diese zusammen mit meinen Gesichtsmaßen zur Verfügung, damit du den Sitz und die Passform der unterschiedlichen Masken möglichst gut beurteilen kannst. Zusätzlich berichte ich noch von meinen Erfahrungen mit den Größen. Da anprobierte Masken nicht zurückgegeben werden können, ist es auch aus finanziellen Gründen wichtig, möglichst gleich einen Treffer zu landen 🙂



Zertifizierung

Da die Masken aus unterschiedlichen Ländern stammen, sind sie auch unterschiedlich zertifiziert. Links zu den Zertifikaten und zu Prüfberichten unabhängiger Labore findest du in den Details zu jeder einzelnen Maske verlinkt.





Die Masken im Test


Bereits vor der Pandemie gab es bekannte Hersteller wie z.B. Vogmask, Airinum oder Cambridge Masks. Und durch die Pandemie gibt es nun zusätzlich noch neue Anbieter. Die Masken unterscheiden sich nur wenig in ihrer Schutzwirkung, haben aber jeweils unterschiedliche Merkmale, Features und Passformen.


Folgende wiederverwendbare Masken (in alphabetischer Reihenfolge) habe ich getestet:


Die Einmalmasken im Test sind:


Empfehlenswert (in alphabetischer Reihenfolge):

Wiederverwendbare Masken:


Einmalmasken:



Nicht bzw. eingeschränkt empfehlenswert (in alphabetischer Reihenfolge):

Wiederverwendbare Masken:


Einmalmasken:


Warum ich diese Masken empfehlen beziehungsweise nicht empfehlen kann, liest du weiter unten!





Ausführliche Tests


Airinum 👍

Modelle: Airinum Lite Air Mask und Airinum Urban Air Mask 2.0. Die beiden Masken sind komplett eigenständige Modelle mit jeweils eigenen Außenhüllen und Filtern.

Normen und Zertifikate: Laut Airinum haben die Masken die notwendigen Tests für eine CE-Zertifizierung in 2019 bestanden, jedoch ist die formelle Zertifizierung noch nicht erfolgt. Details dazu findest du hier. Um die Nutzung von Airinum-Masken in Umgebungen, die nur FFP2 oder FFP3-Masken zulassen zu erleichtern, stellt Airinum den "Airinum Passport" bereit, ein übersichtliches Dokument, welches die Konformität mit dem KN95-Standard (entspricht ungefähr FFP2) darstellt. Zusätzlich veröffentlicht Airinum unabhängige Testergebnisse für die Lite Air Mask, die Urban Air Mask 2.0 und die Ventilstopper der Urban Air Mask 2.0.

Filtereffizienz: Beide Airinum-Masken entsprechen dem FFP2-Standard, sie filtern also 95% der Partikel mit 0,3µm. Zusätzlich gibt Airinum eine Filtereffizienz von 99,9% aller Viren und 99,9% aller Bakterien an. Die Masken filtern PM10, PM2.5, PM0.3 und PM0.01 (verschiedene Einsatzgebiete).

Größen: XS, S, M, L

Kindergrößen: Ja, Größe XS und S

Designs: Verschiedene Farben und Designs, Sondermodelle und Designerkollaborationen

Preis pro Stück: Lite Air Mask: 49€, Urban Air 2.0 Mask: 75€ (es gibt immer wieder Rabattaktionen, und Airinum bietet Lesern von Mastzellenhilfe 15% Rabatt mit dem Code MH15 an!)

Herkunft (Transportwege): Schweden (Versand aus Lettland, oder via Amazon aus Deutschland: Lite, Urban)

Wechselbare Filter: Ja. Die Filter für die Lite Air Mask und die Urban Air Mask 2.0 sind nicht austauschbar, sondern jeweils einzigartig für das Maskenmodell.

Wie oft muss die Maske ausgetauscht werden? Der Filter soll jeweils nach 1 Monat gewechselt werden (hygienische Empfehlung: 2 Wochen).

Waschbar: Ja – äußere Hülle, nein – Filter, Waschanleitungen für die Lite Air Mask und die Urban Air 2.0 Mask

Verstellbar? Lite Air Mask: nein, Urban Air Mask 2.0: ja

Ventil? Lite Air Mask: nein, Urban Air Mask 2.0: ja, optional verschließbar

Mitgeliefertes Zubehör: Lite Air Mask: Maske, 2 Filter, Kopfband; Urban Air Mask 2.0: Maske, 2 Filter, Kopfband, Ventilaufsätze, Ventilstopper, Kopfband, Tasche für die Maske

Optionales Zubehör: -

Extras: Die Airinum-Masken sind außen mit Polygiene beschichtet.

Größenhinweise: Größenhinweise zur Lite Air Mask und zur Urban Air Mask 2.0. Gemessen wird die Distanz zwischen Augen und Kinn, bei mir sind das etwa 10cm. Airinum stellt auch Videos zur weiteren Anpassung der Masken.


Airinum Lite Air Mask Aurora Blue in Large FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Airinum ist ein schwedischer Maskenhersteller, der seit 2015 Masken herstellt, die bei schlechter Luftqualität helfen. Airinum hat mir freundlicherweise zwei Testexemplare zur Verfügung gestellt: Die Airinum Urban Air Mask 2.0 und die Airinum Lite Air Mask. Ich hatte den Size Guide von Airinum berücksichtigt, mir zahlreiche YouTube-Videos zu den Masken angeschaut und den Kundenservice mit meinen Maßen befragt, welche Größen mir wohl am besten passen würden. Da die Masken laut Airinum klein ausfallen, fiel die gemeinsame Entscheidung auf Größe L für die Lite Air und Größe M für die Urban Air. Leider waren diese dann doch zu groß, und Airinum hat mir großzügig ein zweites Set in jeweils einer Größe kleiner (Lite Air Mask in Größe M und Urban Air Mask 2.0 in Größe S) zukommen lassen. Vielen Dank dafür! Dass Airinum-Masken eher klein ausfallen kann ich also nicht bestätigen. Bei der Urban Air Mask 2.0 trage ich die Größe S, bei den meisten anderen Herstellern die Größe M oder M+. Ich könnte mir vorstellen, dass die Masken im oberen Größenbereich keine sehr großen Gesichter abdecken, da L jeweils die größte Größe ist. Aber so im mittleren Größenbereich würde ich sogar eher sagen, dass sie groß ausfallen. Daher ist hier die Größenauswahl auch besonders wichtig, denn die beste Maske nutzt nichts, wenn sie nicht gut sitzt und dicht abschließt!


Ich habe meine Airinum-Masken im Oktober 2021 erhalten. Beide Lieferungen waren ultraschnell bei mir - innerhalb von zwei Tagen! Im Folgenden berichte ich von meinen Erfahrungen mit beiden Masken und Größen.



Meine Erfahrungen mit der Airinum Lite Air Mask

Airinum Lite Air Mask Aurora Blue in Medium FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die Airinum Lite Air Mask ist, wie der Name schon sagt, die leichtere Maske von Airinum. Sie besteht aus einer äußeren Maske mit nicht verstellbaren (aber sehr elastischen) Ohrschlaufen und einem Filter, der in die Maske eingesetzt wird. Die Maske verfügt über ein Schaumstoffpolster an der Nase, was mit einem flexiblen Metallstück in der Außenhülle der Maske dicht an den Nasenrücken angepasst werden kann. Die Lite Air Mask hat kein Ventil. Der Wechselfilter wird durch einen "Rahmen" in der Maskenhülle in der Maske gehalten. Der Filter ist austauschbar, und die äußere Hülle kann per Hand gewaschen werden.

Durch den Filter ist diese Lite Air Mask dicker als z.B. Vogmasks (aber dünner als die Urban Air Mask 2.0). Dadurch ist sie aber auch etwas formbeständiger als andere Masken und zieht sich weniger stark ans Gesicht bzw. die Lippen beim Einatmen. Mich stört weder das eine noch das andere, aber für Menschen, die unter der Maske oft Lippenstift tragen, könnte das wichtig sein. Auch bei der Lite Air Mask berühren die Lippen mal den Filter, aber eben deutlich weniger als bei dünneren Masken wie z.B. Vogmask, Livinguard oder Re-Mask. Die Maske ist auch längere Zeit angenehm zu tragen, ich habe z.B. Lehrveranstaltungen mit großem Redeanteil mit dieser Maske gehalten. Die Airinum LIte Air Mask passt mir an besten in der Größe M. Die Größe L wirkte auch erst gut, schließt aber weniger dicht am Kinn ab und sitzt etwas nah an den Augen.


Fazit: Die Airinum Lite Air Mask sitzt sehr angenehm auf dem Gesicht. Durch den sichtbaren Filter und die damit einhergehende Substanz der Maske fühle ich mich mit ihr auch in "risikoreicheren" Situationen sicher. Gerade bei hohen Inzidenzen finde ich das beruhigend, obwohl Dicke und Filtereffizienz anscheinend nicht zusammenhängen, denn einige dünne Masken zeigen genauso gute Werte. Sie ist definitiv eine der Masken, zu denen ich am häufigsten greife.




Meine Erfahrungen mit der Airinum Urban Air Mask 2.0

Airinum Urban Air Mask 2.0 Quartz Grey in Small FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die Airinum Urban Air Mask 2.0 besteht aus einer äußeren Maske mit zwei optionalen Ventilen. Es werden zwei Paar Aufsätze für die Maske mitgeliefert, einmal ein Paar, welches das Ventil offen lässt, um den Transport der Atemluft nach draußen zu erleichtern (sinnvoll z.B. beim Einsatz wegen schlechter Luftqualität), und einmal ein Paar, welches das Ventil verschließt (sinnvoll in einer Pandemie). Im Bild siehst du die verschlossenen Ventile. Die Ohrenschlaufen sind nicht sehr elastisch, können aber in der Länge verstellt werden. Die Maske verfügt über ein Schaumstoffpolster an der Nase, was mit einem flexiblen Metallstück in der Außenhülle der Maske dicht an den Nasenrücken angepasst werden kann. Der innenliegende Filter wird mit den Ventilaufsätzen und zwei Klettstreifen links und rechts an der Maske befestigt. Der Filter der Urban Air Mask 2.0 ist austauschbar, und die äußere Hülle kann per Hand gewaschen werden. Durch den Filter ist diese Maske dicker als z.B. Vogmasks, und die Maske ist auch etwas dicker

Airinum Urban Air Mask 2.0 Quartz Grey in Medium FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

als die Lite Air Mask von Airinum. Genauso wie die

Lite Air Mask ist auch die Urban Air Mask 2.0 durch den Filter etwas formbeständiger als andere Masken und zieht sich weniger stark ans Gesicht bzw. die Lippen beim Einatmen. Ich bin selten in Situationen, in denen ich unter der Maske Lippenstift tragen wollte, daher ist das für mich nicht so relevant. Da es für andere aber wichtig sein könnte, möchte ich es nicht unerwähnt lassen. Es ist nicht so, dass die Lippen nie den Filter berühren, aber eben deutlich weniger als bei dünneren Masken wie z.B. Vogmask, Livinguard oder Re-Mask. Bei dieser Maske passt mir überraschend die Größe S am besten. Bei Größe M sitzt die Maske bei mir zu hoch, und ich fand keinen richtigen Platz, noch meine Brille unterzubringen. Auf dem Foto wirkt das nicht so, aber tatsächlich musste ich einen Versuch mit der Größe M in einer Lehrveranstaltung abbrechen und die Maske wechseln, weil ich einfach nicht gut sehen konnte, vor allem nach unten - schlecht beim Lesen! Das Problem wurde mit der kleineren Größe aber gelöst.


Fazit: Die Airinum Urban Air Mask 2.0 sitzt angenehm auf dem Gesicht. Auch hier empfinde ich bei hohen Inzidenzen eine gewisse Dicke der Maske als beruhigend, obwohl diese Dicke anscheinend nichts mit der Filtereffizienz zu tun hat, denn einige dünne Masken zeigen genauso gute Werte. Sie ist meine Standardmaske für besonders "risikoreiche" Situationen geworden.


Weiterführende Links zu den Airinum-Masken:



🎯 Hier kannst du die Airinum-Masken kaufen:


Airinum bieten in ihrem Shop den Lesern von Mastzellenhilfe einen Rabattcode an: 15% Rabatt mit dem Code MH15




Livinguard 👍

Modelle: Livinguard Pro, Livinguard Kids Pro, Livinguard OP-Maske IIR, Livinguard Street, Livinguard Kids Street, Livinguard Tube Mask, Livinguard Fitness Mask

Normen und Zertifikate: Die Livinguard Pro-Maske ist als medizinische Gesichtsmaske nach der Norm EN14683:2019 zertifiziert und darf im Einzelhandel, am Arbeitsplatz und im ÖPNV getragen werden. Livinguard veröffentlicht unabhängige Testberichte über die antiviralen Merkmale ihrer Masken. Die entsprechenden Konformitätserklärungen stellt Livinguard als Mobilversion und als Druckversion zur Verfügung.

Filtereffizienz: Die Pro-Maske filtert >95% aller Partikel und inaktiviert durch die Beschichtung >99,9% aller Viren und Bakterien.

Größen: S, M, L, XL

Kindergrößen: Ja, eigene Masken für Kinder ab 6 Jahren

Designs: Verschiedene Farben und Designs

Preis pro Stück: 18-25€

Herkunft (Transportwege): Deutschland

Wechselbare Filter: nein

Wie oft muss die Maske ausgetauscht werden? Die ganze Maske nach 6 Monaten wechseln. Die Maske hält 30 Wäschen aus (alle 7 Nutzungen) und ersetzt damit 210 Einwegmasken.

Waschbar: Ja - Handwäsche

Verstellbar? Ja

Ventil? Nein

Mitgeliefertes Zubehör: -

Optionales Zubehör: Livinguard-beschichtete Tasche zur Aufbewahrung der Maske (9,99€), außerdem bietet Livinguard weitere Schutzprodukte an.

Extras: Livinguard-Beschichtung

Größenhinweise: Hinweise zur richtigen Größe findest du auf jeder einzelnen Produktseite. Gemessen wird die Distanz vom Nasenrücken bis unterhalb des Kinns, bei mir sind das etwa 12,5cm.


Die Schweizer Firma Livinguard gibt es seit 2014. Das besondere Merkmal ihrer Masken ist, dass sie mit einer Beschichtung ausgestattet sind, die laut Hersteller >99,9% aller Viren sowie Bakterien zerstört. Diese Beschichtung enthält kein Silber oder andere Metalle, und die Maske wird als hautverträglich bezeichnet. Die Livinguard Pro-Maske ist entsprechend der EN14683:2019-Norm eine medizinische Maske, und diese Norm sowie die CE-Zertifizierung sind inzwischen vorne auf der Maske aufgedruckt. Bei meinem Modell, welches ich im Sommer 2021 gekauft habe, war das leider noch nicht so. Livinguard hat eine Auszeichnung als "Nachhaltiges Produkt des Jahres 2021" erhalten.


Meine Erfahrungen mit der Livinguard Pro

Livinguard Pro Navy in Medium FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die Livinguard Pro-Maske besitzt einen eingebauten Filter, dadurch ist die ganze Maske gleichzeitig der Filter. Sie besitzt kein Ventil. Die Maske ist an den Ohrschlaufen einstellbar und wird mit einem innenliegenden flexiblen Metallstück dicht an den Nasenrücken angepasst. Die Maske ist erstaunlich leicht und dünn, so weit, dass ich mich fast wundere, wie sie diese Filterleistung bringen kann. Anfangs hatte die Maske einen leichten Eigengeruch, der mit der Zeit nachgelassen hat. Ganz verschwunden ist er jedoch nicht, und damit ist die Livinguard Pro-Maske die einzige wiederverwendbare Maske, die einen schwachen aber merklichen Eigengeruch besitzt. Es ist kein besonders bemerkenswerter Geruch, aber da viele Menschen mit MCAS sensitiv auf Gerüche reagieren, kann das ein wichtiger Punkt sein. Möglicherweise würde er mit mehrfachem Waschen der Maske abnehmen, das würde aber auch gleichermaßen die Nutzungsdauer der Maske reduzieren.

Die innere Lage der Maske ist aus Baumwolle, die etwas weniger weich ist als die inneren Lagen anderer Masken. Auf der Innenseite ist auch ein Größenschild angebracht, welches beim längerem Tragen etwas kratzt, aber herausgeschnitten werden kann. Beides stört nicht wirklich, aber zusammen mit dem Eigengeruch ist sie dadurch nicht zu meiner Lieblingsmaske geworden. Schade, denn die (jetzt neu) außen aufgedruckte Zertifizierung würde es in Läden leichter machen (ich bin allerdings seit Pandemiebeginn erst dreimal gefragt worden, ob meine Maske ausreichend schützt), die Herstellung in Portugal finde ich aufgrund der Transportwege sympathisch und die Maske ist in Deutschland leicht zu kaufen.


Fazit: Ich finde es gut, dass die Livinguard Pro aus europäischer Produktion stammt und auch in Deutschland im Laden zu kaufen ist (z.B. in der Drogerie). Nützlich finde ich auch, dass die Zertifizierung und die Norm inzwischen anscheinend vorne auf der Maske aufgedruckt sind. Die Maske ist sehr dünn und leistet trotzdem exzellente Filterung. Die etwas weniger weiche Innenseite sowie der Eigengeruch führen aber leider dazu, dass die Livinguard-Maske leider nicht zu meinen Favoriten zählt. Ich trage sie dennoch, aber eher für kurze Zeit.



🎯 Hier kannst du die Livinguard-Masken kaufen:




Re-Mask 👍

Modelle: Re-Mask 2.0, Share a Smile, Sports, Casual Icy, Casual Organic, Re-Mask Pro

Normen und Zertifikate: Re-Masks sind nicht zertifiziert, Re-Mask veröffentlicht jedoch unabhängige Testergebnisse auf ihrer Webseite

Filtereffizienz: 99,9% aller Viren, filtert PM2.5. Re-Masks bestehen aus einer äußeren Maske, in die ein Filter eingesetzt wird. Der Filter besteht aus 5 Schichten, die erste Schicht ist wasser- und staubabweisend und filtert PM10-Partikel. Die zweite Schicht schützt die Filtermaterialien, die dritte und vierte Schicht filtern 99,9% der Viren und Partikel bis PM2.5, die fünfte Schicht besteht aus Biobaumwolle oder Mikrofaser.

Größen: Kids, S, M, L

Kindergrößen: Ja, Kids für Kinder unter 10 Jahren

Designs: Viele Farben und Designs

Preis pro Stück: z.B. $29 (ungefähr 25,50€) für die Re-Mask Casual Organic, $25 (ungefähr 22€) für die Re-Mask Sports

Herkunft (Transportwege): Hong Kong oder Singapur

Wechselbare Filter: ja, bis auf die Re-Mask Pro. In alle Re-Masks mit Wechselfilter wird der gleiche Filter eingesetzt, wobei auch die Größe des Filters gleich bleibt und sich nur die Größe der Außenmaske verändert.

Wie oft muss die Maske ausgetauscht werden? Laut Hersteller hält der Filter etwa eine Woche.

Waschbar: Ja – äußere Hülle, Nein - Filter, Handwäsche.

Verstellbar? nein

Ventil? Es gibt Optionen mit und ohne Ventil.

Mitgeliefertes Zubehör: Filter zum Wechseln

Optionales Zubehör: Kopfband zur Entlastung der Ohren ($8)

Extras: Re-Mask Shield Technology

Größenhinweise: Hinweise zur richtigen Größe gibt es hier. Gemessen wird die Distanz vom Nasenrücken bis zum Kinn, das sind bei mir etwa 10 cm.


Re-Mask wurde 2020 zu Beginn der Pandemie gegründet, um dem Maskenmangel entgegenzuwirken, der durch den plötzlich deutlich erhöhten weltweiten Bedarf ausgelöst wurde. Die Masken sollen aber auch gegen andere städtische Probleme helfen, wie z.B. Luftverschmutzung. Re-Mask kommt aus Hong Kong, und dort werden die Masken auch hergestellt. Sie legen also einen relativ weiten Weg nach Europa zurück, und zumindest bei meiner Bestellung im Oktober 2020 hat das auch entsprechend ein paar Wochen gedauert, bis die Masken bei mir angekommen waren. Re-Mask gibt nicht viele Informationen über sich preis, und obwohl der Kundenservice "24/7" erreichbar sein soll, warte ich schon seit Tagen auf eine Antwort auf eine Kontaktanfrage.


Meine Erfahrungen mit der Re-Mask Sports

Re-Mask Sports Pale Lapis Blue in Small FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die Re-Mask Sports besteht aus einer Außenhülle und einem innenliegenden Wechselfilter. Die äußere Maske besteht aus Mikrofaser. Innen ist sie aus weißer "Icy Fabric", und diese innere Lage kommt mit dem Gesicht in Kontakt. "Icy Fabric" bedeutet, dass dieser Stoff kühlend wirken soll. In den heißen Sommern des Herkunftsortes Hong Kong sicherlich sehr wichtig! Hier in Deutschland konnte ich jedoch bisher keinen nennenswerten Effekt feststellen. Auf der Produktseite wird angegeben, dass diese innere Lage aus Biobaumwolle ist, aber das kann ich so nicht bestätigen. Es wirkt eher wie Mikrofaser, bzw. "Icy Fabric". Dabei ist allerdings möglich, dass sich das Modell seit meinem Kauf im Oktober 2020 verändert hat, und leider antwortet Re-Mask nicht auf meine Anfrage dazu. Die Maske besitzt kein Ventil. Die Ohrschlaufen sind nicht verstellbar. Am Nasenrücken sorgt ein flexibles Drahtstück für einen dichten Sitz.

Die äußere Maske der Re-Mask Sports ist sehr dünn und leicht, und es wird ein austauschbarer Filter zwischen die äußere und die innere Lage der Maske eingesetzt. Dadurch entsteht auf der Innenseite beim Tragen etwas loser Stoff, der dann entsprechend auch die Lippen berührt. Mich stört das nicht, aber falls jemand unter einer Maske häufig in die Verlegenheit kommt, Lippenstift zu tragen, könnte das nerven. Die Re-Mask Sports passt mir in der Größe S. Grundsätzlich scheinen die Re-Masks eher groß auszufallen.


Fazit: Die Re-Mask Sports sitzt angenehm in meinem Gesicht, sowohl von der Passform als auch hinsichtlich des Innenstoffs. Ich finde diesen Innenstoff angenehmer als die Biobaumwolle der Re-Mask Casual Organic, da er merklich weicher ist. Störend finde ich allerdings, dass das verformbare Nasenstück, welches in die schwarze Umrandung eingearbeitet ist und die Maske an den Nasenrücken dicht anpasst, nur ein dünnes Stück Draht ist und nervig oft aus dem Stoff heraussticht und dann wieder reingefummelt werden muss. Beim Tragen der Maske war das bisher kein Problem, aber beim Waschen ist das eher umständlich, man will sich ja nicht in die Hand stechen. Und so habe ich diese Maske zwar auch benutzt, aber nicht so gern wie andere Masken.



Meine Erfahrungen mit der Re-Mask Casual Organic

Re-Mask Casual Organic Pale Lapis Blue in Medium FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die Re-Mask Casual Organic besteht aus einer Außenhülle und einem innenliegenden Wechselfilter. Die äußere Maske besteht aus Mikrofaser und die innere Lage aus weißer Biobaumwolle, welche mit der Gesichtshaut in Kontakt kommt. Die Maske besitzt kein Ventil und die Ohrschlaufen sind nicht verstellbar. Am Nasenrücken ist ein Stück flexibles Metall eingearbeitet, mit dem sich die Maske dicht anpassen lässt. Der Filter wird zwischen die innere und die äußere Lage der Maske gesetzt und von diesen festgehalten.

Das von mir gekaufte Modell ist mir leider zu groß. Daher würde die Bewertung der Maske in einer passenden Größe vermutlich besser ausfallen und ich bitte, das zu berücksichtigen.

Aufgrund der innenliegenden Biobaumwolle hatte ich mich für die Casual Organic-Maske entschieden. Leider muss ich aber sagen, dass die Baumwolle nicht ganz so schön weich ist wie die Innenstoffe anderer Masken, sondern eher so wie feingewebtes Leinen. Bei meiner Maske ist die innere Lage zudem etwas größer als die äußere Lage - daher hängt sie beim Tragen über die äußere Lage hinaus (siehe Tragefoto!). Da die innere Lage zudem weiß ist, fällt das bei einer blauen Maske auch auf. Das ist kein Beinbruch, aber es sieht eben ein wenig unordentlich aus. Durch den Überschuss an Innenstoff kommt die Innenseite der Re-Mask Casual Organic auch noch mehr in Kontakt mit den Lippen, was zu bedenken ist, wenn unter der Maske Lippenstift getragen werden soll. Zudem sitzt die Maske zu hoch im Gesicht, bzw. zu nah an den Augen. Das empfinde ich als störend. Auch mit dem eingesetzten Filter (Einheitsgröße) sieht die Re-Mask Casual Organic bei mir irgendwie unordentlich aus. Das alles wäre allerdings mit der richtigen Größe vermutlich besser. Das oben erwähnte Problem mit dem herausstechenden Nasenstück bei der Re-Mask Sports hat die Re-Mask Casual Organic jedoch nicht - hier wurde ein dickeres Stück Metall verarbeitet, welches im Stoff bleibt. Die Re-Mask Casual Organic habe ich in der Größe M gekauft. Ich trage bei den meisten Herstellern grob die Größe M, aber Re-Masks fallen eher groß aus, und so ist mir M zu groß.


Fazit: Die Re-Mask Casual Organic ist mir zu groß und sieht dadurch unordentlich aus. Der Innenstoff an der Gesichtshaut ist zwar okay, aber nicht so schön weich wie bei anderen Masken: Daher ist diese Maske von den grundsätzlich empfehlenswerten Masken diejenige, die ich am seltensten trage.



Weiterführende Links zu den Masken von Re-Mask:



🎯 Hier kannst du die Re-Masks kaufen:



Vogmask 👍

Modelle: Vogmask VMC und VM ohne Ventil

Normen und Zertifikate: Vogmasks sind nicht zertifiziert, entsprechen aber der US-amerikanischen Norm 42 CFR Part 84.180 und Vogmask veröffentlicht unabhängige Testberichte über die Filterleistung ihrer Masken. Vogmasks sind nicht NIOSH-zertifiziert und besitzen auch keine besondere Zertifizierung zum Einsatz an Arbeitsstätten, da Vogmasks nicht individuell angepasst werden.

Filtereffizienz: 99,9% aller Viren und Bakterien, 95% aller Partikel, filtert über 94% aller Partikel über PM0.3. Testergebnisse zum Widerstand beim Einatmen und Ausatmen und Filterpenetration durch Aerosole (neu vom Januar 2022), Filtereffizienz gegen Viren, Filtereffizienz gegen Bakterien. Vogmasks filterten laut Hersteller über 99,9% virale und bakterielle Partikel, sowie 95% anderer mikroskopischer Partikel.

Größen: S, M, M+, L, XL

Kindergrößen: Ja, S für Kinder unter 10 Jahren, M ab 10 Jahren

Designs: Viele Farben und Designs

Preis pro Stück: $33 (ungefähr 29€)

Herkunft (Transportwege): USA

Wechselbare Filter: nein

Wie oft muss die Maske ausgetauscht werden? Je nach Nutzung etwa nach 3-12 Monaten.

Waschbar: ja - Handwäsche

Verstellbar? nein

Ventil? Aktuell werden nur Vogmasks ohne Ventil verkauft, es gab sie aber früher auch mit Ventil.

Mitgeliefertes Zubehör: -

Optionales Zubehör: Kopfband zur Entlastung der Ohren ($8)

Extras: -

Größenhinweise: Hinweise zur richtigen Größe gibt es hier. Vogmask bietet die Größe der Masken an, hier hilft das Ausmessen von Wangenknochen zu Wangenknochen (ungefähr von den oberen Ecken der Maske links und rechts, über die Nase, wie sichtbar im Bild mit der Vogmask Größe L). Das sind bei mir etwa 19cm.



Vogmask VMC Parrot in Large FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Meine zweite waschbare Maske war eine Vogmask. Die Idee, ein Maskenreview zu schreiben, ist nämlich schon etwas älter, und so habe ich im Dezember 2020 bereits Vogmask angefragt, ob sie mir ein Testexemplar zur Verfügung stellen könnten. Zu meiner großen Überraschung sendeten sie mir sofort ein Paket mit 24 Masken (!!) in verschiedenen Größen und Designs. Diese habe ich damals, bis auf die hier getesteten, unter meinen Klienten mit MCAS verteilt sowie unter den Followern von Mastzellenhilfe auf Facebook, Instagram und Twitter verlost. Ich bin ehrlich gesagt immer noch überrascht über die großzügige Lieferung von Vogmask, die für mich weder mit Kosten noch mit anderen Anforderungen verbunden war, denn damals waren Vogmasks in Deutschland nicht so ohne Weiteres verfügbar. Inzwischen habe ich allerdings direkt von Vogmask erfahren, dass die Masken ab dem 2. Quartal 2022 wieder in Europa lieferbar sein sollen! Ein genaues Datum kenne ich noch nicht, aber Erfahrungsberichten nach lohnt es sich in der Zwischenzeit, Vogmask anzuschreiben, und dann wird eine Lösung gefunden. Das wurde mir auch von Vogmask selbst bestätigt. Es freut mich sehr, dass Vogmasks bald wieder regulär in Deutschland zu kaufen sind, denn die Masken sind absolut super!



Meine Erfahrungen mit der Vogmask VMC

Vogmask VMC Classic in Medium+ FFP2 Maske ©Dr. Nina Kreddig

Die äußere Lage der Vogmask VMC besteht aus Mikrofaser. Darunter befinden sich zwei Filterschichten, eine aus einem Karbonfilter aus Kokosnussschalen und einem Partikelfilter, welcher 95% der Partikel herausfiltert. Die innere Lage, die am Gesicht anliegt, ist dann wieder aus Mikrofaser. Diese innere Lage von früheren Modelle ist weiß, neuere Modelle haben inzwischen (zumindest teilweise) eine schwarze Innenschicht. Die Masken, die ich getestet habe, sind Vogmask VMC-Masken ohne Ventil. Dadurch strömt die ausgeatmete Luft genauso durch den Filter wie die eingeatmete Luft. Obwohl die Maske quasi der Filter ist, ist die Vogmask erstaunlich dünn und leicht. Nicht ganz so dünn wie die Livinguard-Maske, aber sehr angenehm zu tragen. Die Ohrschlaufen sind nicht verstellbar. Über der Nase ist ein Stück biegsames Aluminium eingefügt, mit welchem die Maske dicht an den Nasenrücken angepasst werden kann. Ich habe meine Vogmasks immer mit Vorsicht per Hand gewaschen. Geht man grob mit ihnen um (z.B. durch Maschinenwäsche - absolut nicht zu empfehlen!), kann auch schon mal das Metallstück am Nasenrücken brechen. Vogmasks sind dünn und angenehm weich am Gesicht. Da die Vogmask sich durch diese Eigenschaften beim Einatmen mehr mitbewegt, berührt sie auch häufiger die Lippen. Bei gleichzeitigem Tragen von Lippenstift entstehen so mit der Zeit Lippenstiftflecken in der Maske. Für mich ist das unproblematisch, aber andere sind da vielleicht empfindlicher. Falls alle Vogmasks inzwischen von einer weißen auf eine schwarze Innenschicht umgestellt wurden, sollte dieses Problem dadurch zumindest weniger sichtbar geworden sein. Die Masken sind auch bei längerer Tragedauer angenehm, ich habe z.B. Lehrveranstaltungen mit großem Redeanteil mit diesen Masken gehalten. Bei der Vogmask VMC passt mir die Größe M+ am besten. Erst dachte ich, Größe L wäre die richtige, aber L sitzt eher locker und M+ sitzt dichter - und ein dichter Sitz ist für die Filterleistung der Maske entscheidend.


Fazit: Ich trage meine Vogmask VMC sehr gerne und oft, sie passen sehr gut auf mein Gesicht, fühlen sich angenehm an und ich fühle mich mit ihnen sicher. Im Moment greife ich bei besonders Corona-risikoreichen Situationen eher zu den dickeren Masken von Airinum, aber das hat keine faktische, sondern eher eine "gefühlte" Basis. Vom Tragekomfort sind die Vogmasks meine Favoriten. Ich kann sie absolut empfehlen und freue mich sehr, dass Vogmask bald wieder nach Deutschland liefert.


Update: Der Abschnitt über Vogmasks wurde am 20. März 2022 überarbeitet, da Vogmasks bald wieder in Deutschland verfügbar sein werden. Ein genaues Datum ist mir noch nicht bekannt, aber Vogmask nannte das 2. Quartal 2022.



Weiterführende Links zu Vogmasks:

Ein sehr gutes Review zu Vogmasks (auf Englisch)



🎯 Hier kannst du die Vogmasks kaufen:

  • Vogmask via Vogmask (Ab ungefähr dem 2. Quartal 2022 werden Vogmask wieder nach Deutschland geliefert. In der Zwischenzeit kannst du bei Interesse bei Vogmask anfragen und es wird eine Lösung gefunden!)

  • Und wenn du jetzt gerne eine Vogmask hättest: Vom 22. bis 28, März verlose ich 11 Paar Vogmasks über Instagram und Twitter, schau einfach vorbei!




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