MCAS verstehen: Diagnostik und die Rolle der Tryptase bei MCAS – Teil 3

Mastzellenhilfe Diagnostik MCAS Medpertise Interview

Willkommen zum dritten Blogpost in meiner neuen Video-Reihe über das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)!

Ich habe vor Kurzem ein umfangreiches Interview mit Medpertise.de geführt – insgesamt über zwei Stunden – in dem wir systematisch und Schritt für Schritt über alle wichtigen Themen rund um MCAS gesprochen haben.

Da das Interview sehr viel Wissen enthält, veröffentliche ich die Inhalte nicht als einen riesigen Block, sondern:

👉 in 16 kürzeren, thematisch sortierten Video-Teilen,
👉 in mehreren Blogposts gebündelt,
👉 und mit jeweils eigenen Updates, wenn später neue Videos hinzukommen.

So kannst du die Inhalte in deinem Tempo ansehen und dir genau die Themen herauspicken, die für dich gerade am wichtigsten sind.

Ein wichtiger Hinweis für ganz Ungeduldige 😉

Das komplette Video (über zwei Stunden lang!) habe ich exklusiv auf Patreon hochgeladen – als Dankeschön für den Support meiner Patreon-Unterstützer, die meine ehrenamtliche wissenschaftliche Arbeit an MCAS überhaupt erst möglich machen.

Willst du das Video ebenfalls komplett sehen – und nicht in Einzelteilen? Dann würde ich mich über deinen Support auf Patreon sehr freuen!

In den höheren Mitgliedschaftsstufen hast du dort außerdem die Möglichkeit, mir direkt Fragen zu stellen und exklusive Podcasts mit bereits beantworteten Fragen zu hören.

Über den Button erfährst du, wie du meine Arbeit auf Patreon unterstützen kannst – inkl. aller Unterstützer-Stufen und Vorteile:

Dieser dritte Blogpost enthält:

  • Teil 6: Das diagnostische Vorgehen für MCAS

  • Teil 7: Die Rolle der Tryptase in der MCAS-Diagnostik

Du findest hier die Videos 6 und 7 – kompakt, übersichtlich und mit zusätzlichen Erklärungen. 

Den ersten Blogpost mit Teil 1 und 2 der Videoreihe findest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-verstehen-symptome-und-grundlagen-teil-1/– darin geht es um die Grundlagen.

Den zweiten Blogpost mit Teil 3, 4 und 5 kannst du dir hier anschauen: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-ursachen-und-trigger-teil-2/ – dort erfährst du alles zu Ursachen, Triggern, Aufrechterhaltern und zu Krankheitsbildern, die häufig zusammen mit MCAS auftreten.

Teil 6: Diagnose MCAS - kein Hexenwerk, aber auch nicht einfach

In diesem Video geht es um die Frage, wie MCAS überhaupt diagnostiziert wird – und warum das im Alltag oft so kompliziert erscheint, obwohl die medizinischen Grundlagen längst vorhanden sind.

Ich erkläre,

  • warum MCAS noch nicht so lange bekannt ist wie andere Erkrankungen und sich das Wissen nur langsam in die klinische Praxis überträgt,
  • welche praktischen Hürden bestehen (z. B. fehlender ICD-Code in Deutschland, lange Wartelisten bei Fachärzt:innen),
  • und wie die Diagnostik in der Praxis aussieht: Anamnese, Labordiagnostik und gegebenenfalls Biopsien.

Die gute Nachricht:

  • Wenn Ärzt:innen bereit sind, sich mit dem Thema zu befassen, lässt sich MCAS – auch in hausärztlicher Praxis – diagnostisch angehen.
  • Die eigentliche Schwierigkeit liegt weniger im Testverfahren als in der Bekanntheit und der Abrechnungssituation.

Was kann man testen?

  • Im Blut: Tryptase, Histamin, Heparin, Prostaglandin D₂, Leukotriene, Chromogranin A (umstritten)
  • Im Urin: Abbauprodukte mastzellassoziierter Botenstoffe
  • In Biopsien: Mastzellzahl und -form (z. B. beurteilbar aus Gewebeproben aus dem Darm – oft nachträglich aus bereits vorhandenem Material analysierbar)

Wichtig ist die richtige Probenhandhabung: Kühlen, ggf. gekühlt zentrifugieren – das kann nicht jedes Labor.

Ein zusätzliches Problem der Diagnostik besteht darin, dass die Botenstoffe der Mastzellen nicht immer gleichermaßen vorhanden sind (so wie die Symptome).

Generell gilt, dass die Aussagekraft von Tests in symptomatischen Phasen größer ist als in Ruhephasen – aber Provokationen sollten aufgrund des Risikos für die Gesundheit nie bewusst herbeigeführt werden.

Kernaussagen aus dem Video

  • MCAS wird oft nicht diagnostiziert, weil es noch zu wenig bekannt ist.
  • Die Diagnostik besteht aus klinischer Beurteilung + Labor + ggf. Biopsie.
  • Kein einziger Marker beweist MCAS – entscheidend ist das Gesamtbild.
  • Tryptase, Prostaglandin D₂ und Leukotriene sind wichtige Hinweisparameter.
  • Tests sollten (nach Möglichkeit) in symptomatischen Phasen erfolgen. Dabei ist die Schwierigkeit zu beachten, dass eine absichtliche Provokation ungünstig für die Gesundheit sein kann und daher zu vermeiden ist.

Video zu Teil 6: Die Diagnostik des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) (Länge: 9:51 min)

Teil 7: Die Rolle der Tryptase in der Diagnostik des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS)

In diesem Video gehe ich auf die Rolle der Tryptase in der MCAS-Diagnostik ein – ein Laborwert, der häufig über- oder fehlinterpretiert wird.

Ich erkläre,

  • warum Tryptase so spezifisch für Mastzellen ist,
  • welche Erkrankungen mit erhöhten Werten einhergehen (Mastozytose, hereditäre Alpha-Tryptasämie, ggf. MCAS),
  • und weshalb eine normale Tryptase MCAS nicht ausschließt.

Tryptase ist ein wichtiger Hinweis, aber kein alleiniger Beweis. Eine einmalige Messung der Tryptase gibt vor allem Hinweise auf die hereditäre Alpha-Tryptasämie (über 8 ng/ml) oder die Mastozytose (typisch sind über 20 ng/ml).

Für MCAS wird die ereignisbezogene Messung bevorzugt, bei der zweimal gemessen wird: Einmal in einer ruhigen „Normalphase“ und einmal in einer symptomatischen Phase. Wenn der Wert in einer symptomatischen Phase mindestens 20 % und 2 ng/ml über dem Ruhewert liegt, spricht das für Mastzellaktivierung.

Doch viele Betroffene zeigen keine erhöhte Tryptase – obwohl sie klinisch ein typisches MCAS-Bild zeigen.

Deshalb gilt: Ein positiver Tryptase-Laborbefund ist ein wichtiger Hinweis. In diesem Fall liegt ein Mastzellgeschehen vor, und die weitere Diagnostik muss noch klären, welches es ist.

Ein negativer Befund erlaubt aber keinen Ausschluss von MCAS. Entscheidend ist immer das klinische Gesamtbild und – auch das ist ungewöhnlich – der Behandlungserfolg zählt ebenfalls zu den Diagnosekriterien.

Kernaussagen aus dem Video​

  • Tryptase ist spezifisch für Mastzellen – aber nicht allein ausschlaggebend.
  • Deutlich erhöht = Hinweis auf Mastozytose; moderat erhöht = hereditäre Alpha-Tryptasämie oder ggf. auch MCAS.
  • Bei MCAS entscheidet, falls die Tryptase auffällig ist, die Veränderung zwischen Ruhe- und Symptomphase.
  • Normale Tryptase schließt MCAS nicht aus.
  • Die MCAS-Diagnose beruht immer auf dem Gesamtbild aus Symptomen, Labor und Therapieansprechen.

Video zu Teil 7: Die Tryptase in der MCAS-Diagnostik (Länge: 6:50 min)

Mehr Informationen zur MCAS-Diagnostik

Wenn du richtig tief in die MCAS-Diagnostik einsteigen möchtest, empfehle ich dir mein E-Book „MCAS-Diagnosekriterien verstehen – Aktuelle Entwicklungen und neue Perspektiven„.

Dort habe ich die wissenschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre hinsichtlich der regen Diskussion um die Definition und die Diagnostik von MCAS zusammengefasst.

Die Diagnosekriterien für MCAS werden in der Praxis oft strenger ausgelegt, als sogar die „strengeren“ Wiener Kriterien für die Diagnosestellung es vorsehen. Daher rate ich allen, die mit MCAS zu tun haben, sich die tatsächlichen Inhalte durchzulesen!

Das E-Book wurde extra kurz gehalten und richtet sich daher eher an Fachpersonal und besonders interessierte Betroffene.

Du findest das E-Book hier: https://www.mastzellenhilfe.de/shop/mcas-diagnosekriterien-fachpersonal/

Was erwartet dich im nächsten Blogpost (Teil 4)?

Im vierten Blogpost folgen:

  • Die Behandlung: Medikamente
  • Die Behandlung: Lebensstil
  • Die Behandlung: Ernährung
  • Die Behandlung: Darmgesundheit und antientzündliche Ernährung

Der vierte Blogpost erscheint in Kürze. Wenn es soweit ist, sage ich dir über meine Social-Media-Kanäle und über meinen Newsletter Bescheid!

Das komplette Interview als Text

Wenn du lieber liest statt Videos schaust: Hier findest du das gesamte Interview als verdichteten Text, verständlich zusammengefasst:

👉 https://www.medpertise.de/mastzellaktivierungssyndrom/interview/mastzellaktivierungssyndrom-mcas-vitaminc-dr-nina-kreddig/

Diese Textversion enthält die wichtigsten Aspekte des Interviews. Die Videos bieten aber deutlich mehr Kontext – wenn du also eine Portion Extra-Wissen mitnehmen möchtest, schau sie dir zusätzlich an!

Warum diese Reihe dir das Leben leichter machen wird

Das Interview war ursprünglich ein langes Gespräch – ich habe es für dich so aufbereitet, dass du:

  • Inhalte einfacher finden
  • Themen gezielt auswählen
  • Wissen in kleinen Portionen “snacken”
  • Zusammenhänge besser verstehen
  • … und direkt ins Handeln kommen kannst

Ich wünsche dir viele Aha-Momente!

Die weiteren Teile der Reihe erscheinen in getrennten Blogposts – schau also immer mal wieder auf dem Blog vorbei.

Den ersten Teil der Reihe mit den Videos 1 und 2 findest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-verstehen-symptome-und-grundlagen-teil-1/

Den zweiten Blogpost mit den Videos 3, 4 und 5 kannst du dir hier anschauen: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-ursachen-und-trigger-teil-2/

Meine MCAS-Beratung – Unterstützung für deinen nächsten Schritt

Wenn du dir jetzt denkst „Ich würde Nina auch gerne einmal ein paar Fragen stellen“ – dann habe ich jetzt etwas für dich: In meiner MCAS-Beratung bekommst du individuelle Unterstützung – ganz persönlich auf dich zugeschnitten.

Ich helfe dir bei:

  • Einordnung deiner Situation
  • der Frage, ob deine Symptome auf MCAS hinweisen
  • Ursachensuche
  • Triggersuche
  • den nächsten wichtigen Schritten
  • Priorisierung (was JETZT wichtig ist & was warten kann)

👉 Wichtig: Aktuell kannst du noch bis zum 31.12.2025 die günstigeren Preise für die Beratung nutzen. Ab dem 1.1.2026 ändert sich dann vieles in meiner Beratung. Wie und warum? Das erfährst du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-beratung-preise-und-struktur-ab-2026-der-aktuelle-stand/

➡️ Wie die Beratung funktioniert, liest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/so-begleite-ich-dich-in-der-mcas-beratung/

➡️ Buche deine Beratung direkt hier:
https://www.mastzellenhilfe.de/shop/beratung/

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