MCAS verstehen: Ursachen, Trigger, Aufrechterhalter und verwandte Krankheitsbilder – Teil 2

Interview MCAS Mastzellenhilfe Medpertise

Willkommen zum zweiten Blogpost in meiner neuen Video-Reihe über das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)!

Ich habe vor Kurzem ein umfangreiches Interview mit Medpertise.de geführt – insgesamt über zwei Stunden – in dem wir systematisch und Schritt für Schritt über alle wichtigen Themen rund um MCAS gesprochen haben.

Da das Interview sehr viel Wissen enthält, veröffentliche ich die Inhalte nicht als einen riesigen Block, sondern:

👉 in 16 kürzeren, thematisch sortierten Video-Teilen,
👉 in mehreren Blogposts gebündelt,
👉 und mit jeweils eigenen Updates, wenn später neue Videos hinzukommen.

So kannst du die Inhalte in deinem Tempo ansehen und dir genau die Themen herauspicken, die für dich gerade am wichtigsten sind.

Ein wichtiger Hinweis für ganz Ungeduldige 😉

Das komplette Video (über zwei Stunden lang!) habe ich exklusiv auf Patreon hochgeladen – als Dankeschön für den Support meiner Patreon-Unterstützer, die meine ehrenamtliche wissenschaftliche Arbeit an MCAS überhaupt erst möglich machen.

Willst du das Video ebenfalls komplett sehen – und nicht in Einzelteilen? Dann würde ich mich über deinen Support auf Patreon sehr freuen!

In den höheren Mitgliedschaftsstufen hast du dort außerdem die Möglichkeit, mir direkt Fragen zu stellen und exklusive Podcasts mit bereits beantworteten Fragen zu hören.

Über den Button erfährst du, wie du meine Arbeit auf Patreon unterstützen kannst – inkl. aller Unterstützer-Stufen und Vorteile:

Dieser zweite Blogpost enthält:

  • Teil 3: Ursachen – die häufigsten Auslöser und Trigger

  • Teil 4: Auslöser und Aufrechterhalter

  • Teil 5: Andere Krankheitsbilder und Syndrome, die häufig gemeinsam mit MCAs auftreten

Du findest hier die Videos 3 bis 5 – kompakt, übersichtlich und mit zusätzlichen Erklärungen. 

Den ersten Blogpost mit Teil 1 und 2 der Videoreihe findest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-verstehen-symptome-und-grundlagen-teil-1/

Teil 3: Ursachen - die häufigsten Auslöser und Trigger

In diesem Video spreche ich über die häufigsten Auslöser des MCAS und darüber, warum Stress und fehlende Regeneration oft den Ausschlag geben, ob sich der Körper erholt – oder in eine chronische Aktivierung gerät.

Typische Initialereignisse sind Infekte (Covid-19, EBV, Borreliose), aber auch andere Immunaktivierungen, Unfälle oder hormonelle Umstellungen. Was diese Auslöser gemeinsam haben: Sie fordern das Immunsystem heraus.

Wenn der Körper dabei keine Zeit zur Erholung hat – weil man „funktionieren“ muss, unter Druck steht oder (und das kommt häufig vor) sehr leistungsbereit und perfektionistisch ist und direkt wieder Vollgas gibt – können Mastzellen in eine dauerhafte Alarmbereitschaft übergehen.

Das nenne ich die Person-Ereignis-Interaktion: Ein Stressor trifft auf einen bereits erschöpften Körper. Auf ein System, was bereits (und in vielen Fällen schon länger) am Limit ist.

Ich höre tatsächlich fast nie, dass jemand sagt: „Ja, ich war krank… Aber ich konnte mich wirklich gut ausruhen und auskurieren.“ – Meistens kam zum Infekt noch Stress oder ein Schicksalsschlag. Und genau da beginnt oft die Spirale.

Diese Zusammenhänge zeigen, warum MCAS so unterschiedlich beginnt – und warum Erholung kein Luxus, sondern Prävention ist.

Kernaussagen aus dem Video

  • Die häufigsten Auslöser sind Infekte (Covid-19, EBV, Borreliose).
  • Auch andere Immunaktivierungen oder Ereignisse wie Unfälle und eine Reihe weiterer körperlicher und geistiger Belastungen können eine Rolle spielen.
  • Entscheidend ist nicht ein bestimmter Erreger,  oder ein bestimmtes Ereignis allein, sondern oft auch begleitende Faktoren.
  • Belastung + Stressor = höheres Risiko für eine mastzellvermittelte Daueraktivierung.
  • Die anfängliche Ursache und die spätere Aufrechterhaltung sind nicht immer dieselben Mechanismen.

Teil 3: Ursachen und Trigger des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) (Länge: 5:12 min)

Teil 4: Auslöser und Aufrechterhalter - warum MCAS oft lang über den anfänglichen Auslöser aktiv bleibt

In diesem Video geht es darum, warum MCAS auch dann bestehen bleiben kann, wenn der ursprüngliche Auslöser längst vorbei ist.

Ich erkläre, wie sich Initialereignis und Aufrechterhalter voneinander unterscheiden – und warum sich im Verlauf oft neue Reizquellen entwickeln, die das System weiter triggern.

Typische Beispiele:

  • Chronische Infektionen, z. B. Borreliose oder Parasiten, die nicht erkannt oder nicht vollständig behandelt wurden
  • Umweltfaktoren wie Schimmel, die das Immunsystem dauerhaft reizen
  • Neue Intoleranzen oder Unverträglichkeiten, die sich infolge der Mastzellaktivierung entwickeln

So kann ein einzelner Auslöser, z. B. eine Covid-Infektion, eine Kaskade in Gang setzen: Die Mastzellen reagieren über, der Körper entwickelt neue Sensibilitäten, und plötzlich werden Dinge wie die eigene Wohnung (z. B. bei Schimmelbelastung) zum Dauerauslöser.

Kernaussagen aus dem Video​

  • MCAS kann auch nach Abklingen des Auslösers aktiv bleiben. Das ist sogar meistens so – und bedeutet, dass die Bedeutung des ursprünglichen Auslösers für das aktuelle Krankheitsgeschehen differenziert betrachtet werden kann und vom Einzelfall abhängt.
  • Auslöser sind häufig Infekte, Aufrechterhalter können Parasiten, Schimmel oder neu entstandene Allergien und Intoleranzen sein. Auch das Nervensystem kann hier eine Rolle spielen.
  • Schimmelbelastung ist ein häufiger unterschätzter Faktor, insbesondere nach Covid.
  • Der Körper reagiert zunehmend empfindlich auf frühere Reize – ein Zeichen eines überlasteten Immunsystems und Nervensystems.
  • Ursache und Aufrechterhaltung sind zwei verschiedene Ebenen des Krankheitsverlaufs.

Teil 4: Auslöser und Aufrechterhalter von MCAS (Länge: 2:42 min)​

Teil 5: Komorbiditäten - wenn MCAS nicht allein kommt

In diesem Video geht es um Komorbiditäten, also Erkrankungen, die häufig gemeinsam mit MCAS auftreten – und um die spannende Frage, warum auch psychische Symptome direkte Mastzell-Folgen sein können.

Ich erkläre,

  • welche körperlichen Begleiterkrankungen häufig vorkommen (u. a. Ehlers-Danlos-Syndrom / EDS, POTS, Endometriose, Asthma, Urtikaria, Reizdarm, Allergien),
  • warum diese Syndrome funktionell miteinander verknüpft sind,
  • und weshalb Angst und Depression in vielen Fällen primäre Symptome der Mastzellaktivierung sein können.

Studien zeigen: Depressionen treten bei Mastzellerkrankungen deutlich häufiger auf – sogar häufiger als bei vielen anderen chronischen Erkrankungen. Mastzellen setzen Botenstoffe frei, die direkt auf das Nervensystem wirken, etwa Histamin und Zytokine, und beeinflussen dadurch Stimmung, Schlaf und Antrieb.

Neben diesen biologischen Mechanismen spielt auch der gesellschaftliche Kontext eine Rolle:
MCAS-Betroffene erleben oft fehlende Versorgung und mangelnde Anerkennung – ein zusätzlicher Stressor, der das Nervensystem weiter belastet.

Übrigens: Und was ist mit Long Covid? Long Covid bzw. Post Covid ist für mich weniger eine klassische Komorbidität von MCAS, sondern ein postinfektiöser Zustand nach Covid-19, in dem MCAS bei vielen Betroffenen zum Motor der Beschwerden wird und sich die Symptome beider Zustände überlappen.

Kernaussagen aus dem Video​

  • MCAS tritt häufig zusammen mit EDS, POTS, Endometriose, Reizdarm, Asthma oder Allergien auf.
  • Angst und Depression können direkte Symptome der Erkrankung sein, nicht nur Begleiterscheinungen.
  • Mastzellen beeinflussen über ihre Botenstoffe auch das Nervensystem.
  • Fehlende Versorgung und gesellschaftliche Anerkennung verstärken psychische Belastung.
  • Eine ganzheitliche Sicht auf Körper und Psyche ist zentral für Verständnis und Therapie.

Teil 5: Komorbiditäten von MCAS (Länge: 4:21 min)​

Was erwartet dich im nächsten Blogpost (Teil 3)?

Im zweiten Blogpost folgen:

  • Das diagnostische Vorgehen
  • Die Rolle der Tryptase

Der dritte Blogpost erscheint in Kürze. Wenn es soweit ist, sage ich dir über meine Social-Media-Kanäle und über meinen Newsletter Bescheid!

Das komplette Interview als Text

Wenn du lieber liest statt Videos schaust: Hier findest du das gesamte Interview als verdichteten Text, verständlich zusammengefasst:

👉 https://www.medpertise.de/mastzellaktivierungssyndrom/interview/mastzellaktivierungssyndrom-mcas-vitaminc-dr-nina-kreddig/

Diese Textversion enthält die wichtigsten Aspekte des Interviews. Die Videos bieten aber deutlich mehr Kontext – wenn du also eine Portion Extra-Wissen mitnehmen möchtest, schau sie dir zusätzlich an!

Warum diese Reihe dir das Leben leichter machen wird

Das Interview war ursprünglich ein langes Gespräch – ich habe es für dich so aufbereitet, dass du:

  • Inhalte einfacher finden
  • Themen gezielt auswählen
  • Wissen in kleinen Portionen “snacken”
  • Zusammenhänge besser verstehen
  • … und direkt ins Handeln kommen kannst

Ich wünsche dir viele Aha-Momente!

Die weiteren Teile der Reihe erscheinen in getrennten Blogposts – schau also immer mal wieder auf dem Blog vorbei.

Den ersten Teil der Reihe findest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-verstehen-symptome-und-grundlagen-teil-1/

Meine MCAS-Beratung – Unterstützung für deinen nächsten Schritt

Wenn du dir jetzt denkst „Ich würde Nina auch gerne einmal ein paar Fragen stellen“ – dann habe ich jetzt etwas für dich: In meiner MCAS-Beratung bekommst du individuelle Unterstützung – ganz persönlich auf dich zugeschnitten.

Ich helfe dir bei:

  • Einordnung deiner Situation
  • der Frage, ob deine Symptome auf MCAS hinweisen
  • Ursachensuche
  • Triggersuche
  • den nächsten wichtigen Schritten
  • Priorisierung (was JETZT wichtig ist & was warten kann)

👉 Wichtig: Aktuell kannst du noch bis Ende 2025 die günstigeren Preise für die Beratung nutzen. Wie und warum? Das erfährst du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/mcas-beratung-preise-und-struktur-ab-2026-der-aktuelle-stand/

➡️ Wie die Beratung funktioniert, liest du hier: https://www.mastzellenhilfe.de/so-begleite-ich-dich-in-der-mcas-beratung/

➡️ Buche deine Beratung direkt hier:
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